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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Speyer

„Der Zeitaufwand ist enorm“

Steckbrief Ehrenamt: Stefan Jann ist als Jugend-Trainer in der Handball-Abteilung des TSV Speyer tätig

Herr Jann, waren Sie heute schon in Ihrem Ehrenamt tätig?

Heute nicht, da unsere Trainingszeiten montags und mittwochs sind.

 

Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen?

Unsere Abteilungsleiterin hatte mich damals gefragt, ob ich mir vorstellen könne, den Jugendtrainerschein zu machen und mit einem weiteren Trainer eine Mannschaft zu betreuen – da mein Sohn in der Mannschaft spielt und ich sowieso immer in der Halle bei den Spielen bin.

 

Was fällt für das Amt an – welche Aufgaben, welcher Zeitaufwand?

Der Zeitaufwand ist enorm. Das Training sollte auch vorbereitet werden, daher bleibt es also nicht nur bei den zweieinhalb Stunden Training in der Woche. Man ist des Öfteren noch in der Sporthalle. Zusätzlich kommen die Spiele am Wochenende hinzu, zu denen man auch hinfährt.

 

Haben Sie ein besonderes Talent dafür, das gewisse Etwas?

Das weiß ich nicht, diese Frage lässt sich für mich schwer beantworten. Man muss aber versuchen, auch in schwierigen Situationen die Kinder oder Jugendlichen zum Weitermachen zu motivieren. Und man sollte auch mal kritisch mit manchen Dingen umgehen können, auch mit sich selbst. Für jeden ein offenes Ohr haben, wenn man merkt, dass es bei jemandem nicht wie erhofft läuft oder er Schwierigkeiten hat.

 

In welchen Momenten geht Ihnen das Herz auf?

Wenn ein Spieler sein erstes Tor erzielt, bin ich schon sehr froh, weil es für die Kinder selbst immer schön ist, ein Erfolgserlebnis zu haben.

 

Und wann platzt Ihnen der Kragen?

Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, kann es mal passieren, dass es etwas wild wird. Aber sonst kann man mit mir gut auskommen.

 

Sie tun etwas für andere – wie kann man denn Ihnen helfen?

Einen Athletik-Trainer, der den Spielern noch ein bisschen mehr koordinative Dinge beibringen könnte, als Unterstützung fände ich super. Jemand aus der Leichtathletik oder aus dem Turner-Bereich wäre sicherlich eine große Hilfe.

 

Und bleibt an den Wochenenden auch Zeit für etwas anderes?

Ja, um etwas Abstand vom Handball zu gewinnen, gehe ich schon Ewigkeiten zum Eishockey und schaue mir die Spiele der Adler Mannheim an, oder unternehme ausgedehnte Spaziergänge mit meiner Frau und unseren beiden Hunden.

Zur Person

Stefan Jann, 41, Isolierer, ist seit 2015 als Trainer beim TSV Speyer Handball tätig. | Interview: Narin UgrasanerDOPPELTERZEILENUMBRUCH

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