Landsweiler-Reden RHEINPFALZ Plus Artikel Wassergärten sind trockengelegt: Was dort nun entstehen soll

Fische werden aus den Wassergärten abgefischt.
Fische werden aus den Wassergärten abgefischt.

Die Wassergärten in Landsweiler-Reden sind zum Teil trockengelegt, die Pumpen abgeschaltet. Was passiert jetzt mit dem Erlebnisort?

Am Dienstagnachmittag hat der Bergbaukonzern RAG die Pumpen auf dem rund 29.000 Quadratmeter großen Gelände abgeschaltet. Die Wassergärten und der Mosesgang haben somit keinen Zulauf mehr, Grubenwasser ist nicht mehr vorhanden – Hunderte Fiche werden laut dem Kulturministerium „kontrolliert abgefischt“ (Foto) und in geeignete Lebensräume umgesiedelt. Hintergrund ist das Ende der Grubenwasserförderung. Der Rückbau des Wassersystems soll schrittweise erfolgen. Nach dem Abfischen der Fische würden die verbliebenen Wasserbereiche zurückgeführt und die Becken von Schlamm und Ablagerungen gereinigt. Eine technische und touristische Machbarkeitsstudie für die künftige Nutzung sei in Auftrag gegeben worden. Was am Erlebnisort in Zukunft passiert, werde mit dem Zweckverband Erlebnisort Reden auf Grundlage dieser Studien beschlossen, sagt das Kulturministerium. „Daraus entsteht die Chance, den Standort nachhaltig zu stärken und als modernen Erlebnisraum mit Natur, Kultur und Tourismus langfristig weiterzuentwickeln“, so das Ministerium. Parallel wird ein Pop-up-Konzept entwickelt, das dort ab Herbst etwa Konzerte oder Kunstausstellungen ermöglichen soll. Je nach Konzept liegen die Kosten laut Ministerium zwischen 300.000 und fünf Millionen Euro. Ein Weiterbetrieb der Wassergärten – und die Umstellung auf Frischwasser – ist laut Ministerium zu teuer und verbrauche zu viel Energie. Die Regenwasserbecken bleiben jedoch erhalten.

Keine Wasserfälle plätschern mehr von der rechten Seite: Auch der Mosesgang der Wassergärten Reden ist jetzt trockengelegt.
Keine Wasserfälle plätschern mehr von der rechten Seite: Auch der Mosesgang der Wassergärten Reden ist jetzt trockengelegt.
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