Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Saarpfälzische Kreisstadt heuert langjährige Polizei-Führungskraft als Sicherheitsberater an

Nach 40 Jahren bei der Polizei wurde Thomas Raber (links) von Bürgermeister Michael Forster als Sicherheitsberater angeworben.
Nach 40 Jahren bei der Polizei wurde Thomas Raber (links) von Bürgermeister Michael Forster als Sicherheitsberater angeworben.

Polizeibeamte gehören einer Berufsgruppe an, die schon etwas früher als andere die Altersgrenze erreicht. Mit gerade einmal 61 Jahren hat der Kriminalrat Thomas Raber auch nach seiner Pensionierung immer noch so viel Spaß an der Arbeit, dass er nun als externer Sicherheitsberater in die Dienste der Stadt Homburg tritt.

Am 1. August 2019 hatte die Homburger Polizeiinspektion den Familienvater aus St. Ingbert aus dessen Stellung als stellvertretender Dienststellenleiter verabschiedet. „Einigen Leuten, die bei der Feier dabei waren, ist ja gleich aufgefallen, dass mir der Abschied nicht leicht fällt“, bekennt der Kriminalist. Umso offenere Türen rannte bei ihm der Homburger Bürgermeister Michael Forster ein, als dieser den scheidenden Vize-Polizeichef kurzerhand fragte, ob Raber sich wohl für eine Beratertätigkeit für die Stadtverwaltung erwärmen könnte. „Thomas Raber war seit 2008 bei der Homburger Polizei; ich habe ihn dort als kundigen Fachmann kennengelernt“, möchte Forster Rabers „Kenntnisse und Expertise unbedingt auch weiterhin für unsere Stadt nutzen“.

Erfahrungsschatz für die Stadtverwaltung

Simone Müller-Orschekowsky, die Leiterin des Homburger Ordnungsamts, war für diese Idee nach eigener Aussage „sofort Feuer und Flamme. Wir hatten mit Herrn Raber ja schon seit Jahren gut zusammengearbeitet. Etwa bei Stadtfesten oder wenn es um die Organisation von Einsätzen bei großen Fußballspielen ging. Thomas Raber bringt Erfahrungen mit, die es bei uns in der Stadtverwaltung in dieser Form bislang nicht gibt.“

Für das Engagement des pensionierten Kriminalrats wurde im Homburger Rathaus keine neue Personalstelle geschaffen. „Thomas Raber wird bei uns als externer Berater bezahlt“, stellt Bürgermeister Forster auf Nachfrage klar: „Vorgesehen ist ein Einsatz von drei bis vier Stunden pro Woche. Das Ganze haben wir erst mal auf ein Jahr angelegt. Anschließend wollen wir sehen, wie die Sache sich weiterentwickelt.“

Keineswegs habe man den Sicherheitsberater mit 40 Jahren Polizeidienst-Erfahrung anheuern müssen, weil man Homburg als besonders kriminelles Pflaster ansehe. „Im Gegenteil. Die Kriminalitätsrate in Homburg ist deutlich niedriger als in anderen Städten dieser Größenordnung“, sind sich Forster und Raber einig. „Natürlich ist das subjektive Sicherheitsgefühl mancher Bürger weniger gut als die objektive Lage erwarten lassen könnte“, weiß der Bürgermeister.

Betonpoller und Corona

Als Michael Forster Anfang vorigen Jahres die Führung des Homburger Rathauses übernahm, habe er sich vorgenommen, „sich in diesem Amt gerade im Bereich Recht und Ordnung besonders zu engagieren“.

Schließlich hätten zum Beispiel bei Großveranstaltungen und Festen die Anforderungen an die Sicherheit kontinuierlich zugenommen. „Oder wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir Weihnachtsmärkte heute mit Betonpollern absichern müssen?“, spricht Michael Forster von einem engen, partnerschaftlichen Verhältnis, das das Homburger Ordnungsamt in solchen Angelegenheiten seit Jahren mit der Polizei pflege. Und dort habe sich immer wieder eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Thomas Raber ergeben.

Dieser wird den Kontakt zu seinen uniformierten Ex-Kollegen halten. Am 1. April hat er als Berater im Rathaus angefangen. „Dort hat es nicht lange gedauert, bis ich eine Menge zu tun bekam“, erzählt Raber: „Zum Beispiel mussten wir frühzeitig organisieren, dass die Leute am 1. Mai am Jägersburger Weiher die Corona-Abstandsregeln ordentlich einhalten.“

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