Saarbrücken
Saarland öffnet weiteren Grenzübergang nach Frankreich, aber es gibt viel weniger Reisende
Seit Inkrafttreten der strengen Corona-Vorschriften gelten alle kleineren saarländischen Grenzübergänge als entwidmet – auch der bei Blieskastel-Brenschelbach. Offen geblieben sind neben der „Goldenen Bremm“ auf der A 6 bei Saarbrücken unter anderem die Übergänge bei Habkirchen und dem pfälzischen Hornbach.
Gendarmen schauen ganz genau hin
Überwacht wird die regionale Grenze von der Bundespolizeiinspektion Bexbach. Auf Anfrage berichtete deren Sprecher Karsten Eberhardt am Donnerstag, 2. April, dass sich „das Reisenden-Aufkommen“ in den vergangenen Tagen „stark verringert“ habe. „Wegen der Ausgangssperre in Frankreich kommen von dort jetzt viel weniger Leute zu uns in Land“, erläuterte Eberhardt, dass die Gendarmen alle Personen bei der Ausreise aus Frankreich streng kontrollieren: „Wer dort keine Pendlerbescheinigung vorweisen kann, wird gleich wieder zurückgeschickt.“ Ein Ausreiseversuch ohne entsprechende Dokumente werde in Frankreich als Verstoß gegen die Ausgangssperre geahndet. „Das kostet beim ersten Mal 135 Euro Bußgeld“, weiß Karsten Eberhardt: „im Wiederholungsfall wird’s für die Leute dann deutlich teurer.“
Als vor knapp drei Wochen am Saarbrücker Autobahn-Grenzübergang wieder Kontrollen eingeführt wurden, bildeten sich dort prompt lange Staus. „Die sind jetzt massiv zurückgegangen – schon wegen der strengen Ausreisebestimmungen in Frankreich“, hat der Bundespolizist beobachtet. „Jetzt stellen wir nur noch kleinere Wartezeiten im Berufsverkehr fest“, erläutert Eberhardt.