Saarland Saarbrücken: Land soll leerstehende Hotels mieten, um Frauenhaus-Plätze zu schaffen

Wegen der Ausgangsbeschränkungen droht eine Zunahme der Fälle häuslicher Gewalt.
Wegen der Ausgangsbeschränkungen droht eine Zunahme der Fälle häuslicher Gewalt.

Weil Familien und andere Lebensgemeinschaften auf unbestimmte Zeit für viele Tage an die eigene Wohnung gebunden sind, ist auch im Saarland eine Zunahme der Fälle von häuslicher Gewalt zu befürchten. Nach Ansicht von Jeanne Dillschneider, Vizechefin der Saar-Grünen, droht damit auch den Frauenhäusern im Land der Kollaps.

Denn dort würden bald mehr Frauen Schutz suchen. Zudem drohten Aufnahmestopps wegen Corona-Infektionen. Die saarländischen Grünen fordern die Landes-Frauenministerin Monika Bachmann (CDU) auf, „den Schutz von Frauen in der Krise unverzüglich sicherzustellen“. Weil wegen der Corona-Ausnahmebestimmungen jetzt viele Ferienwohnungen und Hotels leer stehen, schlägt die Ökopartei vor, dass das Land solche Einrichtungen nun als Notunterkünfte für Frauen und deren Kinder anmietet.

Land hat 31 Zimmer in drei Frauenhäusern

Die drei saarländischen Frauenhäuser in Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis hätten zusammen nur 31 Zimmer für Frauen und deren Kinder. Immer wieder seien diese Häuser nahezu ausgelastet oder müssten Frauen wegen Vollbelegung abweisen. Für die kommenden Wochen werde daher eine unkomplizierte Ausweitung der freien Plätze gebraucht.