Saarpfalz-Kreis
Kreis wappnet sich mit neuen Verträgen für Blackout-Fall
Neu im Boot ist zum einen die St. Ingberter Firma Oel Schneider. Sie würde dem Kreis in einem Katastrophenfall Sonderfahrzeuge samt Fahrer und Lagertanks für Dieselkraftstoff bereitstellen. Apropos Diesel: Die Stadt Homburg wird ihre mit Notstrom versorgte Tankstelle auf dem Baubetriebshof für die Betankung dieser Dieselfahrzeuge öffnen. Auch die Firma Werner Schöndorf Speditionsgesellschaft aus Blieskastel möchte zukünftig Diesel von ihrer Tankstelle bereitstellen. Und mit der Homburger Firma Alois Omlor wurde vereinbart, dass sie Baustoff-Schüttgut, also zum Beispiel Kies und Sand, zur Verfügung stellt. Zuletzt wurden vor fünf Jahren solche Kooperationen unterzeichnet, sagt Kreissprecherin Sandra Brettar. Nun könne man auf 17 Kooperationspartner zurückgreifen.
Unternehmen, Stadt und Kreis sind schon geübt
Theophil Gallo (SPD), der bis zur Einführung des bei den Stichwahlen am Sonntag neu gewählten Landrats Frank John (SPD) Landrat bleibt, sagt: „Es ist besser etwas zu haben, was wir nicht brauchen, als etwas zu brauchen, was wir nicht haben.“ Die Untere Katastrophenschutzbehörde sei schon geübt. So schickte der Saarpfalz-Kreis beispielsweise während der Flutkatastrophe im Ahrtal über seine Kooperationspartner einen 5000-Liter-Anhänger mit Trinkwasser und Paletten mit Mineralwasser ins Flutgebiet. Auch während des Hochwassers an Pfingsten halfen die Kooperationspartner.
„Die privaten Unternehmen schließen im Krisen- und Katastrophenfall eine Lücke notwendiger Bedarfe, für die auch nur sie die Kapazitäten und Produkte vorhalten können und es uns ermöglichen, diese kurzfristig abzurufen“, so Gallo. Daher seien sie neben den Hilfsorganisationen und den freiwilligen Helfern „eine unverzichtbare Säule bei der Bewältigung von Schadenslagen“.