Einöd RHEINPFALZ Plus Artikel Jetzt hat Guldenschlucht zwischen Homburg und Zweibrücken auch noch ein Käferproblem

Bei einer Begehung am Freitag wurden weitere Schäden an den Geländern entdeckt – und ein Borkenkäfer-Befall der Fichten.
Bei einer Begehung am Freitag wurden weitere Schäden an den Geländern entdeckt – und ein Borkenkäfer-Befall der Fichten.

So bald dürfte die Sperrung der Guldenschlucht zwischen Wattweiler und Einöd noch nicht aufgehoben werden. Die maroden Holzbrücken und Geländer sind nach wie vor nicht saniert. Der Einöder Ortsrat beklagt, dass von der für dieses Frühjahr angekündigten Reparatur nichts zu sehen ist. Inzwischen stehen Fachleute aus dem Homburger Rathaus vor weiteren Problemen.

Vor dem Ortsrat erinnerte Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD) am Donnerstagabend, 4. Juni, an eine Zusage der Stadtverwaltung vom November 2019, dass die Schäden jetzt im Frühjahr behoben würden, vor Einsetzen der Brutzeit. Die Nachbarstädte Homburg und Zweibrücken, auf deren Territorium die Guldenschlucht liegt, hätten sich über die Finanzierung geeinigt. „Leider wurde bis heute noch nichts gemacht“, bemängelte Schuberth. Der Weg durch das romantische Kerbtal ist seit einem Hangrutsch im Dezember 2017 für Wanderer gesperrt. „Inzwischen laufen die Leute wieder durch“, hat der Ortsvorsteher beobachtet: „An den Absperrungen vorbei haben sich Trampelpfade gebildet.“ Einstimmig richtet der Einöder Ortsrat nun einen Appell an die Stadt Homburg, den Wanderweg umgehend wieder herzurichten.

Borkenkäfer-Befall und „Ausbrüche“

Tags darauf, am 5. Juni, auf Anfrage der RHEINPFALZ, erläuterte Homburgs Rathaussprecher Jürgen Kruthoff, dass das Institut des Mainzer Geologen Feuerbach ein „Leistungsverzeichnis“ für die Arbeiten in der Schlucht erstellt habe. Homburg und Zweibrücken hätten sich über die Kosten geeinigt. Das saarländische Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz habe die Sanierung für Sommer 2020 genehmigt.

Doch am Freitag, 5. Juni, so Kruthoff weiter, hätten der Homburger Bauamtsleiter Michael Banowitz und Umwelt-Abteilungsleiter Dieter Dorda die Guldenschlucht inspiziert. Dabei hätte sie Folgendes festgestellt: „Alle Fichten sind vom Borkenkäfer befallen; sehr viele sind im Wurfbereich der Guldenschlucht-Wegstrecke bereits rindenfrei. Somit besteht eine akute Gefahr.“ Vor einer Wiederöffnung der Schlucht müsse also die „Verkehrssicherung geklärt“ werden – womöglich durch Baumfällungen.

Vorgehen mit Zweibrücken abstimmen

Außerdem hätten Banowitz und Dorda gestern „Ausbrüche“ an allen hölzernen Stegen, Brücken und Geländern vorgefunden. Diese seien teils „durch Baumwurfschäden“ verursacht worden, vor allem aber „wegen der zweijährigen Nichtunterhaltung durch die Sperrung“. Nun müsse man im Rathaus nach Wegen suchen, wie man die zusätzlichen Ausgabeposten im Haushalt unterbringen kann. Kruthoff sicherte zu, dass die Homburger Stadtverwaltung jetzt eine „mögliche Umsetzung planen“ und „die Vorgehensweise mit Zweibrücken abstimmen“ werde.

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