Blieskastel
In der Nacht: Stromausfall in Webenheim und Mimbach
Am Mittwoch kurz nach 22 Uhr wurde es gespenstisch dunkel in den beiden Blieskasteler Vororten, dann hörte man die Sirenen der Feuerwehr. Die fuhr zu einem Trafohaus neben der Firma Sonn im Gewerbegebiet, nachdem ein Passant eine Rauchentwicklung gemeldet hatte. Auch die Feuerwehr nahm den Qualm wahr, hörte Knallgeräusche im Innern des Stromhäuschens und ließ den Notdienst der Pfalzwerke und der Stadtwerke kommen, was nur Minuten dauerte. Zusammen mit den Experten wurde die Trafostation geöffnet und ein Schmorbrand festgestellt. Das sagte Wehrführer Michael Nehlig nach dem Einsatz. Vermutlich habe Kondenswasser einen Kurzschluss verursacht. Die Folge: ein flächiger Stromausfall in zwei Stadtteilen für eine gute Dreiviertelstunde.
Es war so düster im Ort, dass Passanten Probleme hatten, die Gehwegkanten zu erkennen, nur in zwei Supermärkten mit Notbeleuchtung schummerten noch schwache Lichter. Selbst das Handynetz fiel aus, denn auch der Umsetzer hatte keine Energie mehr. Nehlig: „Die Fachleute haben das Trafohaus komplett abgeschaltet und über einen anderen Weg eine Umschaltung vorgenommen. Das dauerte eine Weile, doch dann war der Strom wieder da.“
Inzwischen hatte es bei der Firma Hager einen neuen Brandalarm gegeben, auch hier hatte die Spannungsschwankung die automatische Brandmeldeanlage irritiert. In der Sprinkleranlage sprang die Pumpe an, es wurde aber kein Löschwasser abgegeben. Das stellten die Feuerwehrleute fest, die vom Trafohaus zu Hager geeilt waren. Nach Auskunft des Wehrführers waren die Löschbezirke Webenheim und Mimbach im Einsatz, der Bürgermeister persönlich vor Ort und vom Löschbezirk Blieskastel der Einsatzleitwagen und die Drehleiter eingebunden. Verletzt wurde niemand. „Die Rettungsleitstelle meldete uns keine weiteren Zwischenfälle“, so Nehlig.