Homburg
HNO-Direktor der Unikliniken suspendiert – Vorwurf von Behandlungsfehlern und Belästigung
Auf Anfrage berichtete Staatsanwalt Mario Krah am Freitag, 8. Mai, von zwei Ärztinnen, die über „unangemessene Berührungen“ des Klinikdirektors gegen sie selbst sowie gegen eine OP-Schwester geklagt hätten. Zwei Ermittlungsverfahren gingen dem Verdacht von Behandlungsfehlern nach. Demnach habe im Juli 2019 der Ehemann einer Patientin Strafanzeige gestellt. Der Stimmnerv der Frau sei bei einer Operation verletzt worden. Der Direktor habe aber nicht selbst operiert. Die Frage sei hier, ob die Patientin korrekt aufgeklärt, die Behandlungsmethode die richtige und der behandelnde Arzt qualifiziert war. Außerdem lägen gegen den Direktor zwei anonyme Anzeigen wegen mutmaßlicher Behandlungsfehler zum Nachteil von fünf Patienten vor. Die Homburger Uni-Leitung bestätigte am Freitag, dass der HNO-Direktor „gegenwärtig nicht im Dienst ist. Dies ist Folge der aktuell im Raum stehenden Vorwürfe.“ Man unterstütze die Arbeit der Ermittlungsbehörden und äußere sich wegen des laufenden Verfahrens nicht weiter zu den Vorwürfen. Demnächst befasst sich der Landtag mit dem Thema.