St. Ingbert
Die „Jahrhundertchance“: Was Cispa in St. Ingbert vorhat
Wer sich unter „Cispa“ wenig vorstellen kann, sollte sich den Samstag, 16. September, rot im Kalender markieren. Dann lädt das Cispa-Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit zu einem großen Fest auf dem Gelände der Alten Schmelz ein.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Cispa? Es handelt sich um eine Forschungseinrichtung, die 2011 gegründet wurde, wie Pressereferentin Annabelle Theobald mitteilt. Die „nationale Großforschungseinrichtung“ wird laut Theobald zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land finanziert. Die Aufgabenbereiche umfassen primär Cyber- und Datensicherheit sowie Künstliche Intelligenz (KI).
In der Alten Schmelz sollen Start-ups ihren Platz finden
Seit einigen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt St. Ingbert. Auf dem Areal der Alten Schmelz soll der Cispa Innovation Campus als Zentrum für Start-up-Unternehmen entstehen. Aus der Forschung gehen nämlich laut Theobald immer wieder Start-ups hervor. Auch würden welche gefördert, ebenso wie Unternehmensansiedlungen. So habe sich der Flugzeughersteller Airbus Defense and Space interessiert gezeigt und plane, mit Cispa ein Innovationszentrum zu gründen. Bis 2027 sei vorgesehen, alle Start-ups, Forscher und Mitarbeiter von Cispa in St. Ingbert zusammenzuführen. Dass diese Zusammenarbeit für St. Ingbert „eine wahre Jahrhundertchance und ein Quantensprung für die Zukunft unserer Stadt ist“, betont OB Ulli Meyer. Er möchte die Stadt gemeinsam mit Cispa zu einem „führenden Standort für Digitalwirtschaft ausbauen“.
Blick hinter die Kulissen
In St. Ingbert will Cispa-Gründungsdirektor Michael Backes „Verantwortung für den Strukturwandel im Saarland übernehmen und mit unserer Forschung zu wirtschaftlichem Wachstum beitragen“. Lobende Worte findet er für das Gelände der Alten Schmelz: Hier verbinde sich die industriell geprägte Vergangenheit der Region mit den digitalen Technologien der Zukunft. Beim Bürgerfest soll man die Gelegenheit bekommen, hinter die Kulissen der Arbeit von Cispa zu schauen. Auch sollen an diesem Tag die Pläne des Zentrums und der Stadt präsentiert werden.
Das Programm am Samstag, 16. September, startet um 14 Uhr. Auf der Freiluftbühne wird die Bergkapelle St. Ingbert spielen. Offiziell eröffnet wird das Fest um 16 Uhr. Es sprechen OB Ulli Meyer, die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sowie Cispa-Direktor Michael Backes. Auf die Rolle von Cispa für den saarländischen Strukturwandel wird Digitalexperte Thomas Sattelberger in seinem Vortrag eingehen. Darüber hinaus haben die Gäste Gelegenheit, sich über die Cybersicherheitsforschung zu informieren. Außerdem gibt es Workshops zum Thema „Chancen und Risiken von KI“, zu „Phishing“ (dabei handelt sich um betrügerische E-Mails oder SMS mit dem Ziel, die Daten der Nutzer abzugreifen), oder „Deepfakes“ (ein Verfahren, das Bilder, Texte oder Videos fälscht und realistisch aussehen lässt).
Auch die Kleinen werden auf ihre Kosten kommen. Um 15 Uhr beginnt auf der Außenbühne die „1, 2 oder 3 Show mit Piet Flosse“. Für die Älteren ist ein Escape Room am Start. Ab 21 Uhr gibt es eine Party. Der Eintritt ist frei. Essen und Getränke gibt es auch.
Info
Das Cispa-Fest findet am Samstag, 16. September, ab 14 Uhr in der St. Ingberter Alten Schmelz statt.