Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Wassersportler brauchen hohen Zuschuss

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Im Zusammenhang mit dem Warten darauf, ob Umweltschützer gegen den Silbersee-Bebauungsplan klagen, steht auch ein Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Bobenheim-Roxheimer Jugend-, Sozial- und Kulturausschusses am morgigen Mittwoch um 18.30 Uhr im Besprechungszimmer B1 im Rathaus. Dabei geht es um den Zuschuss der Gemeinde für die Umsiedlung des Wassersportvereins (WSV) Roxheim. Er wird momentan auf 80.000 Euro kalkuliert, könnte aber höher ausfallen, je länger der Verein mit dem Bau der neuen Anlagen am Silbersee warten muss. Aus den Unterlagen zur morgigen Sitzung geht hervor, dass der WSV 2015, als er auf Anraten der Kreisverwaltung einen Antrag auf Landesförderung stellte, mit Baukosten von 411.000 Euro gerechnet hat. Geplant war damals, dass der WSV 123.000 Euro selbst aufbringt, das Land 165.000 Euro zuschießt und der Rhein-Pfalz-Kreis 41.000. Für die Gemeinde war ein Kostenanteil von 82.000 Euro vorgesehen. Letzteres wäre mit den damals geltenden Förderrichtlinien der Gemeinde nicht zu machen gewesen, denn diese sahen bei einer Baumaßnahme zwar einen Zuschuss von 20 Prozent vor, höchstens aber 10.000 Euro. Darauf wies 2015 Landrat Clemens Körner (CDU) hin. Dass der Gemeindezuschuss jetzt spruchreif werden soll, hat mit den positiven Signalen von Land und Kreis zu tun, auf deren Förderplänen die WSV-Umsiedlung nun ganz oben angekommen ist. Der Sozialausschuss und am 6. Juni auch der Hauptausschuss von Bobenheim-Roxheim sollen entscheiden, wie sie es mit dem Zuschuss halten wollen. Wenn nur 10.000 Euro gegeben werden, ist die Finanzierung des gesamten Projekts gefährdet, denn die Landesmittel fließen nur, wenn tatsächlich 20 Prozent aus der Kasse der Gemeinde kommen. Diese müsste also eine Ausnahme von den Richtlinien zulassen. In der Beschlussvorlage spricht die Verwaltung sogar von 100.000 Euro, die im Haushaltsplan 2019 bereitzustellen seien. Denn: Die Wassersportler rechnen nicht damit, dass die Kostenschätzung von 2015 noch realistisch ist, wenn die Hotelbaupläne – falls überhaupt – in trockenen Tüchern sein werden. Insofern hoffen sie, dass der BUND-Landesverband keine Klage einreicht beziehungsweise dass das Gericht eine solche Klage abweist.

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