Rhein-Pfalz Kreis Zur Sache: Neuer Stellenplan der VG

Um herauszufinden, ob der zur Fusion geschmiedete Stellenplan der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim tragfähig ist, wurden 16.000 Euro für ein Gutachten der Kommunalverwaltung Rheinland-Pfalz ausgegeben. Die Firma hat nach Angaben von Bürgermeister Michael Reith (SPD) die Organisationsstruktur samt Stellenzuordnung überprüft, die Richtzahlen des Landesrechnungshofs herangezogen und Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. Das Ergebnis: Im Sachgebiet Organisation fehlen knapp zwei, in der Finanzabteilung 1,24 und im Bauamt 1,6 Stellen. Dafür hat der Bereich Kinder, Jugend, Senioren einen Überhang von 1,32 Stellen, und das Ordnungswesen ist mit 0,36 Stellen überbesetzt. Unterm Strich fehlen demnach in der Kernverwaltung (ohne Werke, Jugendpfleger, Hausmeister und Schulsekretärinnen) 3,16 Stellen. Einen Vorschlag für einen neuen Geschäftsverteilungsplan haben die Berater auch geliefert. Er soll laut Reith bis Ende 2016 umgesetzt sein. Zunächst werden zwei neue Mitarbeiter in Vollzeit und zwei in Teilzeit eingestellt. Darüber hinaus wird die Arbeitszeit einzelner Beschäftigter aufgestockt. Voraussichtliche Kosten laut Reith: bis zu 200.000 Euro im Jahr. Zur Optimierung der Arbeitsabläufe werden einzelne Aufgaben und Mitarbeiter anderen Fachbereichen zugeordnet. Auf der anderen Seite: Bis Ende nächsten Jahres werden zwei Bedienstete in den einstweiligen Ruhestand treten, außerdem rechnet der Bürgermeister mit dem Wegfall des Mehrbedarfs bei den VG-Werken, weil Lambsheim, wie berichtet, sein E-Werk und das Nahwärmenetz in eine Versorgergesellschaft einbringen will. Der akute Stellenmangel habe auch damit zu tun, dass sich die VG zwei Bürgerbüros gönnt, „ein Luxus, wie uns die Kommunalberatung gesagt hat“. Aber so sei es in den Fusionsverhandlungen vereinbart worden, und dazu werde man stehen. Derzeit hat die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim 62 tariflich Beschäftigte und neun Beamte. (ww)