Zur Sache Was ist KuLaDig?
KuLaDig steht für „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz“. Das Projekt wird vom Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz und vom KuLaDig-Kompetenzzentrum an der Struktur und Genehmigungsbehörde Süd unterstützt und durchgeführt. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt in Rheinland-Pfalz modellhaft zu erfassen und durch multimediale Aufbereitung ausgewählte Objekte sichtbar und vielseitig nutzbar zu machen. Ausgewählte Objekte können zum Beispiel Kirchen, Schlösser, Industriebauten oder auch Fluss- oder Burgenlandschaften sein, aber auch immaterielles Erbe wie Sagen oder Bräuche. Sie können in Textform, aber auch multimedial mit Fotos, Audios, Filmen, Verlinkungen, in virtuellen Räumen oder mit so genannten Gamification, wie etwa Rätsel oder Spiele, vorgestellt oder erlebbar gemacht werden. Und das unter anderem mit Hilfe von Apps oder QR-Codes, die Einheimischen wie Außenstehenden zur Verfügung gestellt werden. KuLaDig soll so zu einem Informationsportal über die historische Kulturlandschaft und das landschaftliche kulturelle Erbe in Rheinland-Pfalz werden. Das Projekt läuft bereits seit 2019 und wurde bislang vom Innenministerium mit 380.000 Euro gefördert.
Bisher wurden laut Innenministerium 55 rheinland-pfälzische Kommunen nach einer Bewerbung erfolgreich als Modellkommune ausgewählt. In den Kommunen arbeiten die lokalen Projektgruppen mit studentischen Teams der Uni Koblenz und der Projektleitung bei der multimedialen und digitalen Aufbereitung der kulturellen Objekte zusammen. Laut der KuLaDig-Projektleitung umfasst der wissenschaftlich aufbereitete Datenbestand derzeit rund 15.000 Objekte im Webportal www.kuladig.de und in der App. Beides werde ständig inhaltlich ergänzt und weiterentwickelt. Der Datenbestand sei bis zum Jahr 2050 garantiert.