Rhein-Pfalz Kreis Vergnügen an den Ostertagen

Immer ein Renner auf dem Ostermarkt: der Autoskooter.
Immer ein Renner auf dem Ostermarkt: der Autoskooter.

«Mutterstadt.» Zweimal eine Stunde länger können sich in diesem Jahr die Besucher des Mutterstadter Ostermarkts auf dem Messplatz vor dem Palatinum verweilen. Von Samstag, 31. März, bis Dienstag, 3. April, sind die Schausteller mit ihrem Vergnügungspark zu Gast. Am Samstag und am Dienstag öffnet der Ostermarkt wie gewohnt um 14 Uhr, doch am Ostersonntag und am Ostermontag laden die Fahrgeschäfte und Buden erstmals schon ab 13 Uhr zum Besuch ein.

Die früheren Öffnungszeiten am Sonntag und Montag seien ein Vorschlag der Schausteller gewesen, berichtet Michael Hemberger, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Gemeindeverwaltung. Die Schausteller hatten den Wunsch geäußert, insbesondere den Sonntag und Montag besser zu nutzen, um Leerzeiten zu vermeiden, lautete die Begründung. Bei einem runden Tisch hätten Schausteller und Vertreter der Gemeindeverwaltung den Vorschlag diskutiert und sich dann für die Umsetzung entschieden. Der Ostermarkt wartet mit Attraktionen für die ganze Familie auf. Während die Kleinen auf dem Kinderkarussell ihre Runden drehen, können die Jugendlichen mit den Autoskooter flotte Fahrten unternehmen. Der „Helikopter“ nimmt seine Fahrgäste auf Höhenflüge mit. Abgerundet wird der Vergnügungspark durch einen Schießstand, eine Wurfbude sowie Glücksrad und Los-Stand. Die Schaustellerfamilien kommen teilweise schon viele Jahre zum Mutterstadter Ostermarkt – insbesondere die Familie Honecker aus Mutterstadt, die bereits seit den 30er-Jahren ihr Schaustellergeschäft betreibt. Auf eine weitaus längere Tradition kann der Ostermarkt in Mutterstadt zurückblicken. Der Ostermarkt wurde im Jahr 1812 erstmals abgehalten. Kaiser Napoleon hatte den ursprünglich bäuerlichen Frühjahrsmarkt in der damaligen französischen Kantonshauptstadt genehmigt, damit sich die Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung mit Dingen des täglichen Bedarfs versorgen konnte. Mit der Zeit kamen Gaukler und Musiker dazu, berichtet die Mutterstadter Chronik. Zum reinen Vergnügungsmarkt wandelte sich der Ostermarkt Mitte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich in den Nachkriegsjahren, berichtet Hemberger. Inzwischen erfreue sich der Jahrmarkt während des Osterwochenendes großer Beliebtheit bei Groß und Klein und ist für viele Familien willkommener Anlass zu einem Bummel durch Mutterstadt, heißt es in der Ankündigung der Gemeindeverwaltung. Das Rathaus weist zudem Autofahrer darauf hin, dass der Straßenverkehr im Bereich der Bohlig- und Turnhallenstraße während der Zeit des Ostermarkts eingeschränkt ist. Kostenlose Parkplätze stehen rund um das Palatinum sowie am Alten Friedhof zur Verfügung.

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