Rhein-Pfalz Kreis Unterricht der Zukunft

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In einer siebten Klasse der Ludwigshafener Anne-Frank-Realschule plus (AFR) lernen 28 Mädchen und Jungen seit Anfang des Schuljahres nicht mehr mit Büchern und Heften, sondern mit I-Pads. Eine Spende der BASF in Höhe von 50.000 Euro macht den modernen Unterrichtsversuch möglich. Gestern haben die Schüler und ihre Lehrer Sabrina Rajakumar (Mathe und Biologie) und Adam Warwas (Deutsch und Geschichte) das Projekt vorgestellt.

Mithilfe eines Beamers, der an der Decke des Klassensaals fest installiert ist, können die Zwölf- bis Dreizehnjährigen ihre Arbeiten von ihren Minicomputern dorthin projizieren, wo früher mal eine Tafel hing. Statt Kreidestrichen sind nun bewegte Bilder zu sehen und aus Lautsprechern Texte zu hören. Luca hat sich mit einem kurzen Film als Klassensprecher beworben. „Ich finde die I-Pad Klasse toll, weil ich nun nicht mehr so viel tragen muss“, sagt der Junge. Berat hat im Internet Interessantes über den Regenwurm recherchiert und die Informationen in einem mit Musik unterlegten Referat zusammengefasst. Der Junge meint, dass die I-Pads, die die Kinder mit nach Hause nehmen dürfen, die Hausaufgaben unkomplizierter machen. Viel über Balladen hat Pietro herausgefunden und mit dem Referat seine Deutschnote aufpoliert. Die Lehrer Sabrina Rajakumar und Adam Warwas sind wenige Monate nach dem Start der I-Pad-Klasse begeistert über die Fortschritte ihrer Schüler, und sie loben das große Engagement und den Einfallsreichtum der Siebtklässler. Die Technik mache den Kindern das Lernen leichter, weil sie Bücher einfach herunterladen könnten. Per Beamer sei die ganze Klasse verbunden. Sogar ein Fach wie Geschichte werde durch die Möglichkeiten, die das I-Pad etwa mit Blick auf Originalquellen eröffne, viel attraktiver, sagt Adam Warwas. Nebenbei erfahren die Kinder viel über Fallstricke in sozialen Netzwerken. Schulleiter Dieter Baust betont, dass dieser Unterrichtsversuch an der AFR nur möglich sei, weil die BASF die große Summe von 50.000 Euro dafür zur Verfügung gestellt habe. Damit habe die Schule sowohl die I-Pads als auch die Software und eine neue Infrastruktur im Klassenraum finanzieren können. Wie die Klassenlehrer schwärmt Baust vom „Unterricht der Zukunft“. Er hofft, dass dieser in zehn bis 15 Jahren an allen Schulen die Regel und nicht mehr nur ein Projekt ist. Das wäre in einer Stadt wie Ludwigshafen mit über 50 Schulen und Kosten für ein I-Pad in Höhe von 500 Euro allerdings mit enormen Investitionen verbunden. |evo

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