Rhein-Pfalz Kreis Umgehungsstraße: Mainz erläutert möglichen Zeitplan

«Bobenheim-Roxheim.»Bis der erste Spatenstich für die Westumfahrung von Bobenheim-Roxheim getan werden kann, vergehen noch Jahre. Das ist beim gestrigen Treffen von Politikern aus der Region mit Vertretern des Verkehrsministeriums deutlich geworden. Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist froh, dass das Projekt überhaupt in der engeren Auswahl des Landes ist.
Zur Delegation gehörten gestern außer Müller die Landtagsabgeordneten Christian Baldauf (CDU) und Martin Haller (SPD) sowie der Kreisbeigeordnete Manfred Gräf (CDU). Sie wollten wissen, was genau hinter der Absichtserklärung von Minister Volker Wissing (FDP) von Anfang Dezember steckt. Laut Müller gehört die Bobenheim-Roxheimer Umgehungsstraße zu den zehn Prozent der Straßenneubauten, die in absehbarer Zeit realisiert werden könnten. In den kommenden Wochen werde das Land diese 17 Projekte einer Kosten-Nutzen-Rechnung unterziehen. „Wir haben den Vorteil, dass unsere Planung schon sehr weit gediehen ist“, sagt Müller und hofft, dass die aktuell geschätzten Kosten von sechs Millionen Euro in einem guten Verhältnis zur Einwohnerzahl und dem jetzigen Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt stehen. Wenn das Land Ja sagt, dauert das Planfeststellungsverfahren laut Müller mindestens zwei bis drei Jahre, bei gerichtlichen Klagen dagegen noch länger, bis Haushaltsmittel eingestellt werden und der Grunderwerb in Angriff genommen werden kann. Über das Gespräch hat Müller in Mainz ein Protokoll erbeten, sodass er den Gemeinderat am 1. Februar korrekt informieren könne.