Rhein-Pfalz Kreis STICHWORT: Wie die CPB-Anlage funktionieren wird

Die geplante erweiterte chemisch-physikalisch-biologische (CPB) Abwasserreinigung der Firma Süd-Müll in Heßheim wird aus einem neun Meter hohen Gebäude auf einer Fläche von 40-mal 15 Metern bestehen. Es sei damit etwa einen Meter höher als das Verwaltungsgebäude des Unternehmens, erläuterte Ralf Wegner, Bereichsleiter des Süd-Müll-Sonderabfallzwischenlagers im Bauausschuss der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim. Der promovierte Chemiker hat die CPB-Anlage konzipiert. Gereinigt werden das auf der Deponie anfallende Sickerwasser sowie angelieferte, teils schlammhaltige Abwässer. Diese sollen im eigenen Labor untersucht werden, sagt Wegner: „Gegenüber der Kläranlage haben wir den Vorteil, dass wir alles, was reinkommt, analysieren können.“ Danach kommen die Abwässer zunächst in zwei große Schwebbecken, aus denen der abgesetzte Sand abgepumpt, mechanisch über eine Presse entwässert und zu Filterkuchen gepresst wird, die dann in einer Verbrennungsanlage verbrannt werden können. Das Abwasser wird im geschlossenen Kreislauf weiterbearbeitet. Öl wird über ein sogenanntes Flotationsverfahren abgetrennt und extern entsorgt, dabei entstehende Feststoffe werden abgesaugt, entwässert, gepresst. Nachdem Schwermetallanteile ausgefällt sind, folgt – im größten Teil der Anlage – die biologische Behandlung, wobei unter anderem aus Ammoniakverbindungen Stickstoff herausgelöst wird. (cei)