Rhein-Pfalz Kreis Sperrmüll-Brand: Schaden von 1,8 Millionen Euro

«Mutterstadt.» Der Brandschaden an der Sperrmüll-Aufbereitungsanlage der Firma Zeller ist noch höher, als man ohnehin schon angenommen hat. Er soll nun statt bei einer Million bei 1,8 Millionen Euro liegen. Aber Sperrmüll wird in Mutterstadt weiter aufbereitet. Alte Sofas und ausrangierte Stühle bleiben nicht auf der Straße stehen.
Für Andreas Zeller ist der Schaden sehr ärgerlich – zumal in dieser Höhe. Der Chef des Mutterstadter Recyclingunternehmens berichtet, dass die Anlage gerade ein dreiviertel Jahr alt war. Vor knapp zwei Woche war sie in Brand geraten. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, der Schaden ist trotzdem immens. Warum die Maschine gebrannt hat, ist bislang ungeklärt. Ein Brandsachverständiger war schon da. Zu einem Ergebnis kam er nicht. Nur, dass nichts für eine Brandstiftung spricht. Jetzt soll ein Techniker untersuchen, warum die Temperatur in der Maschine angestiegen ist. Das haben Auswertungen von Infrarotkameras ergeben, berichtet Zeller. Für ihn ist der Schaden auch ärgerlich, weil die neue Maschine alle Anforderungen erfüllt, die Gewerbeabfallverordnung und Brandschutz stellen. Auch wenn der Wiederaufbau der Anlage sechs Monate dauert, müssen Menschen in der Region nicht fürchten, dass ihr Sperrmüll stehen bleibt. Gearbeitet wird laut Zeller weiter – im Überbrückungsbetrieb mit mobiler Technik. Teile des Gewerbeabfalls würden umgesteuert, sprich: bei anderen Unternehmen verwertet.