Rhein-Pfalz Kreis SPD steht hinter Nein zur Beregnung

Die SPD im Bobenheim-Roxheimer Rat steht hinter dem vorläufigen Nein des Bürgermeisters Michael Müller (SPD) zur Erweiterung des Beregnungsgebiets im nördlichen Rhein-Pfalz-Kreis. Damit habe Müller die Forderung des Rats umgesetzt, dass „nicht nur die Belange der Landwirtschaft, sondern auch die Belange der Wohnbevölkerung einer Gesamtschau unterzogen werden“, so Rainer Schiffmann in einer Pressemitteilung vor der Sommerpause.
Der SPD-Fraktionssprecher erinnert daran, dass der Rat Mitte März wollte, dass der Beregnungsverband in einem Gutachten auf die Grundwasserproblematik speziell in Bobenheim-Roxheim eingeht. Denn südliche Gebiete des Dorfs hätten schon jetzt massive Probleme mit hoch stehendem Grundwasser. Stattdessen seien bei einer Besprechung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Anfang Juli die Auswirkungen der geplanten zentralen Beregnung auf die Grundwasserstände in Beindersheim, Großniedesheim und Bobenheim-Roxheim sehr spät und nur mündlich erläutert worden. „Durch das Abschalten der derzeitigen landwirtschaftlichen Brunnen wird der Grundwasserspiegel um circa 15 Zentimeter im Ortsbereich steigen und bei einer zentralen Beregnung nochmals um etwa fünf Zentimeter erhöht“, gibt Schiffmann die Aussagen des Ingenieurs in der Sitzung wieder und fühlt sich in der Sorge um die Folgen des Projekts bestätigt. Der SPD-Fraktion sei der Appell der SGD Süd, dass die Angelegenheit wegen Zuschussfristen dringlich sei, unverständlich. Vielmehr sollte laut SPD „die Maßnahme bis zur Klärung aller Konsequenzen“ aufgeschoben werden. „Die SPD-Fraktion wird die Haltung der SGD nicht akzeptieren und sich weiterhin vehement für die Belange der Bürger in den betroffenen Gebieten einsetzen“, schreibt Schiffmann. Zurzeit prüfe man die Möglichkeiten, gegen zu erwartende Verschlechterungen für diese Wohngebiete Widerstand zu leisten.