Rhein-Pfalz Kreis SPD antwortet „gewissen Kreisen“

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Es war zu erwarten: Die große Koalition im Verbandsgemeinderat Lambsheim-Heßheim, zumindest die SPD-Fraktion, kann die markigen Worte der Lambsheimer FDP vom Samstag nicht unwidersprochen stehen lassen. Die zwei Liberalen im Ortsgemeinderat hatten gegenüber der RHEINPFALZ angekündigt, am heutigen Dienstag im Lambsheimer Haupt-, Kultur- und Sozialausschuss mal ein Fass aufmachen zu wollen. Gegenstand einer öffentlich zu führenden Diskussion der Fraktionen, so die Forderung, soll der Umzug von Ortsbürgermeister Herbert Knoll (CDU) ins Alte Rathaus sein, weil er im neuen Rathaus, jetzt Eigentum und Sitz der Verbandsgemeinde, nicht mehr lange bleiben kann. FDP-Mann Gunter Steuer benutzte das Wort „Rauswurf“, vermutlich weil es auch von vielen Lambsheimern benutzt wird, die nicht verstehen, wieso Knoll nicht gegen Mietzahlung ein Amtszimmer in der Mühltorstraße haben darf. Der Ortsbürgermeister von Maxdorf arbeitet schließlich auch im Verwaltungsgebäude der VG Maxdorf. Schon lange vor der Fusion hätte allen, auch der FDP, klar sein müssen, dass die neue Verbandsgemeinde das Lambsheimer Rathaus für den eigenen Bedarf benötigen würde „und kein Platz für Räumlichkeiten des zukünftigen Ortsbürgermeisters der Ortsgemeinde Lambsheim sein wird“, schreibt Angela Haller als Fraktionssprecherin der VG-SPD. Sie ist auch Mitglied des Lambsheimer Gemeinderats. Das jetzige Raumbelegungskonzept sei nach Diskussion – auch in den Gremien in Lambsheim – so gebilligt worden. „Gewisse Kreise“ hätten aber „die Augen vor dem von beiden Verwaltungen ausgearbeiteten Konzept verschlossen“. Man könne deshalb nicht von einer „geheimen Kommandosache“ oder einem „Rauswurf“ sprechen, wie es Gunter Steuer gegenüber der RHEINPFALZ getan hat. Mancher wird sich allerdings noch daran erinnern, dass die alte VG Heßheim und ihre Entscheidungsträger kurz vor der Fusion weniger mit Platzgründen argumentiert haben als vielmehr mit dem Nähe-Distanz-Problem: Verbands- und Ortsgemeinde müssten funktional getrennt sein, hieß es im Mai 2014. Da schwang eindeutig die Sorge mit, Herbert Knoll könnte sich nicht in seine Rolle als (nur noch) Ortsbürgermeister einfinden, wenn er an seinem angestammten Arbeitsplatz bleibe. Inzwischen gibt es die Idee, 200.000 Euro aus der Hochzeitsprämie des Landes zu nehmen, um Lambsheim zu helfen, sich endlich vom Rathaus zu trennen und einen Amtssitz herzurichten. „Dieses Geld ist mit Sicherheit gut in der ohnehin dringend notwendigen Sanierung des historischen Rathauses angelegt“, argumentiert Angela Haller. Als Lambsheimerin wird sie sicher nichts dagegen haben, wenn sich der örtliche Bauausschuss auf Wunsch der FDP heute Abend (18.30 Uhr, Feuerwehrhaus) darüber austauscht, wie und wo diese Idee zustande kam und wie gut sie wirklich ist.

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