Rhein-Pfalz Kreis Senioren und Angehörige machen sich schlau

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Möglichst lange fit und mobil bleiben und in den eigenen vier Wänden sicher und geborgen alt werden – das ist heute das erklärte Ziel. Aufklärung über Hilfen für Senioren hat es am Samstag beim Seniorensicherheitstag gegeben. Der Beirat für ältere Menschen der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim hatte dazu ins Lambsheimer Rathaus eingeladen.

Im großen Saal hatten Pflegestützpunkt, Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Betreuungsverein und zwei Seniorenheime ihre Tische aufgestellt. Mechthild Bopp-Mohrbach vom Pflegestützpunkt sagte: „Unser Auftrag ist es, dass Senioren möglichst lange zu Hause leben können.“ Das tue nicht nur den Senioren gut, sondern entlaste auch die Pflege. Wie das finanziell und praktisch möglich ist, welche sozialrechtlichen Ansprüche ein Senior hat, wie Ausfälle pflegender Angehöriger zu überbrücken sind oder gar nicht erst auftreten, indem auch dem „Ausbrennen“ vorgebeugt wird, darüber informiert die Fachfrau. „Zu 90 Prozent informieren sich Angehörige“ sagte sie, allerdings werde die Beratung von Betroffenen auch direkt in den Haushalten in Anspruch genommen. Auch zwei Seniorenheime präsentierten ihre Arbeit. Hella Reffert vom Johanniter-Altenheim Kleinniedesheim stellte die schon alltäglichen Bonbons vor, die den Bewohnern Abwechslung bringen, etwa Snoezelen, bei dem alle Sinne angesprochen werden, Sitztanz, Cocktailabende, Nachtcafé mit einem kulinarischen Schmankerl im wechselndem kleinen Kreis oder das Demenzfrühstück, das täglich angeboten wird. Kollegin Gabriele Mühlberg vom Lamundis-Stift Lambsheim legte den Schwerpunkt auf die Beratung zu Fragen der Gesundheitsförderung, zum Beispiel welche Übungen die Beweglichkeit trainieren und somit die effektivste Sturzprophylaxe darstellen. Das Rote Kreuz informierte über sinnvolle Erste Hilfe, stellte seinen Hausnotruf sowie Essen auf Rädern mit Kostproben vor. Gerade die tägliche warme Mahlzeit ohne selbst am Herd stehen zu müssen, nutzten Menschen von 43 bis 104. Volker Mäurer von der Freiwilligen Feuerwehr Lambsheim zeigte, wie wichtig und wie einfach die Installation eines Rauchmelders ist und welche schnelle Hilfen zur Brandbekämpfung es gibt, beispielsweise eine kleine, griffbereite Löschdecke oder Feuerlöschspray. Bei der Polizei schließlich ging es in zwei Vorträgen um Enkeltrick, Türgeschäfte und Handtaschendiebstahl (Simone Eisenbarth) sowie um das sichere Bewegen im Straßenverkehr. Die Vorträge waren mit rund 20 Zuhörern gut besucht. Auch Eduard Tekinder, der mit dem Fahrrad von Heßheim nach Lambsheim gekommen war, hörte interessiert zu. Gekommen war der 88-Jährige, der allein zu Hause lebt, kocht und putzt, aus einem anderen Grund: Er wolle sich über den Hausnotruf informieren, um im Notfall Hilfe zu haben, erzählte er. „Es hätten mehr Besucher sein können, wir dachten, dass mehr Interesse da ist“, resümierte Schirmherr der Veranstaltung und Verbandsbürgermeister Michael Reith (SPD) am frühen Nachmittag. Für die nächste Veranstaltung, die mit mehr Vorlaufzeit geplant werden soll, kündigte er einen Fahrsimulator an, um „etwas selbst erleben zu können“.

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