Rhein-Pfalz Kreis Schutzstreifen für Sicherheit

Schifferstadt. Zu gefährlich ist es im Schifferstadter Waldspitzweg für Fahrradfahrer, meinen die Freien Wähler. Sie hatten deshalb in der Bauausschusssitzung im vergangenen August beantragt, dass der gegenläufige Radweg bis zur Herzog-Otto-Straße verlängert wird. Die Stadtverwaltung hat das nun in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt geprüft und dem Bauausschuss einen anderen Vorschlag unterbreitet.
Der gegenläufige Radweg verläuft derzeit nur bis zur Einmündung des Rewe-Parkplatzes. Dann müssen Radfahrer die Straßenseite wechseln. In diesem Bereich die Straße zu überqueren, sei zu gefährlich, hatte die FWG bei der Stellung ihres Antrags argumentiert. Zumal parkende Fahrzeuge vor dem gegenüberliegenden Aldi-Markt die Straße zusätzlich enger machten. Vor allem für Senioren und Kinder bestehe hier ein hohes Unfallrisiko. Ein weiterer Grund für die FWG: Ein durchgängiger Radweg vom Kreisel Salierstraße bis zur Kurve am Wald sei zudem für das Schifferstadter Radwegenetz attraktiv. Die Stadtverwaltung nehme die Problematik ernst. Auch, weil es seit der Einrichtung des Radwegs zu vielen „Beinahe-Unfällen“ gekommen sei, berichtete Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) in der jüngsten Bauausschusssitzung. Eine Prüfung in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt habe jedoch ergeben, dass eine Verlängerung des Radweges in der bestehenden Art nicht sinnvoll sei. Vielmehr sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Benutzungspflicht für den gegenläufigen Radweg auf der Ostseite aufgehoben werden müsse. In südlicher Richtung soll der Radweg auf einer Länge von circa 70 Metern bis hinter die Zufahrt zur Firma Heberger ausgebaut werden. Radfahrer, die in Richtung Wald unterwegs sind, sollen künftig die gegenüberliegende Seite nutzen. Hier werde ein Fahrradschutzstreifen markiert. Entlang dieses Streifens herrsche dann auch ein Parkverbot für Fahrzeuge. Insgesamt würden diese Verkehrsveränderungen im Waldspitzweg rund 28.000 Euro kosten. Weil die Markierung des Fahrradschutzstreifens unter die Unterhaltungskosten falle, könne man dies noch in diesem Jahr erledigen, sagte Volk. Die restlichen Kosten für die Verlängerung des Radweges müssten jedoch zunächst in den Haushalt eingestellt werden. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten dem Vorschlag einstimmig zu. „Es wundert mich, dass da bisher noch nichts gemacht wurde“, äußerte sich Christoph Werner (AfD). Marion Schleicher-Frank (FWG) hob hervor, dass sich durch das Parkverbot auch allgemein die Übersicht im Waldspitzweg verbessere. Hans Pruschina (CDU) verwies darauf, dass an den Ausfahrten der Geschäfte auf die geänderte Situation hingewiesen werden müsse.