Grossniedesheim
Schausteller will mobile Gastronomie auf Parkplatz betreiben
Etwa 70 Sitz- und 20 Stehplätze auf einer Fläche von 380 bis 500 Quadratmetern – so umriss der Gastronom und Schausteller am Donnerstagabend im Sozialausschuss der Ortsgemeinde seine Pläne für eine „Erlebnisgastronomie für alle Generationen“. Um diese anbieten zu können, habe er ein Hygienekonzept erarbeitet, berichtete Meister. So soll es für Getränke und Speisen separate Ausgabestellen geben.
Das Gelände werde umzäunt, am Eingang würden die Kontaktdaten der Gäste erfasst. „Dazu benutzen wir eine eigene Smartphone-App“, erläuterte Meister. Auf den Laufwegen herrsche Maskenpflicht, gleiches gelte für das Personal des Restaurantbetriebs. Der Ausgang sei vom Eingang getrennt. Bis zu 100 Gäste könnten so im Freien unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bewirtet werden.
Meister zuletzt Gastwirt im Heßheimer Vogelpark
Ralph Meister ist in der Region kein Unbekannter. Der Beindersheimer, der 2016 den familieneigenen Schaustellerbetrieb übernommen hat, betrieb zuletzt den Biergarten im Heßheimer Vogelpark. In Großniedesheim hat der gelernte Koch in früheren Jahren die Gaststätte im mittlerweile abgerissenen Bürger- und Sportzentrum geführt.
Mit dem „Anjas Hexenkessel“ genannten mobilen Restaurant will der 54-Jährige nun mit seiner Frau und Geschäftspartnerin Anja Wormus nach Großniedesheim zurückkehren. In einem „modernen und gemütlichen Ambiente“ will Meister eine „bodenständige regionale Küche und passende Getränke“ anbieten. Etwa 30 bis 40 Plätze sollen überdacht sein. Auch kleine Sitzhütten will Meister aufstellen. Feste Bauten gebe es auf dem Gelände nicht. Das ganze Inventar sei mobil. Mit dem benachbarten Turn- und Sportverein will der Unternehmer klären, ob die dortige Toilettenanlage mitbenutzt werden könnte. Ansonsten werde ein WC-Container aufgestellt.
Täglich bis 22 Uhr geöffnet
Öffnen will Meister unter der Woche täglich von 16 bis 22 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 22 Uhr. Weil Tische und Stühle auf dem umzäunten Gelände für die Nachtstunden nicht weggeräumt werden müssten, gebe es nach Ladenschluss auch keine größeren Arbeiten mehr zu erledigen. Den Anwohnern verspricht Meister, die Geräuschkulisse so gering wie möglich zu halten. „Wir planen einen Biergarten- und keinen Discobetrieb.“
Um zur angrenzenden Wohnbebauung den größtmöglichen Abstand zu lassen, soll die Gastronomie im hinteren Bereich des Parkplatzes vor der Eckbachhalle aufgebaut werden, erläuterte Ortsbürgermeister Michael Walther (SPD), „dort, wo normalerweise bei der Kerwe der Autoscooter steht“. Die Stellplätze im vorderen Bereich blieben erhalten.
Betrieben werden soll das mobile Restaurant von Anfang Mai bis Oktober. „Wann wir genau eröffnen können, hängt natürlich von der Rechtslage und den Inzidenzwerten ab“, sagte Meister. Die Ausschussmitglieder jedenfalls signalisierten schon einmal ihre Zustimmung zu dem Gastronomiekonzept.