Rhein-Pfalz Kreis Rohbau steht frühestens im Winter

Bis am Bewegungskindergarten Grashüpfer in Laumersheim der Anbau steht, der die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren ermöglichen soll, wird es noch eine Weile dauern. Er hoffe, dass der Rohbau vor dem kommenden Winter errichtet sei, sagte Ralf-Peter Riegel (SPD) in einer Versammlung des Kindergartenzweckverbands Laumersheim-Großkarlbach.
Der Großkarlbacher Bürgermeister, der turnusgemäß zum Verbandsvorsteher gewählt wurde, und sein Amtsvorgänger Thomas Diehl (SPD), Ortschef von Laumersheim, rechnen damit, in den nächsten Wochen die Baugenehmigung zu bekommen. Ungeklärte Zuschüsse haben laut Diehl das Genehmigungsverfahren verzögert. Nach Schätzung des Bauamts der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land wird der Anbau frühestens im Frühjahr 2015 bezugsfertig sein. Inklusive einer neuen Heizung für das bestehende Gebäude sind für den 75-Quadratmeter-Anbau Kosten von 400.000 Euro veranschlagt. Eine Summe, die Sven Birgmeier (CDU, Laumersheim) erstaunlich hoch fand. Thomas Diehl führte dafür im Wesentlichen die komplizierte Statik aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse und die Vorschriften für Kindergärten an: „Da tun es zum Beispiel nicht normale Steckdosen mit Abdeckung, sondern es müssen spezielle für Kleinkinder sein.“ Finanziert seien die 400.000 Euro schon durch einen Kredit mit einem Zinssatz von 0,34 Prozent. Sobald die Zuschüsse – gerechnet wird mit 200.000 Euro – ausgezahlt seien, werde dieser Betrag sofort getilgt, und der Rest werde je zur Hälfte von den beiden Ortsgemeinden getragen. „Derzeit voll ausgebucht und nach Abgang der Schulkinder bald wieder ausgebucht.“ So könnte man den Bericht zusammenfassen, den Kindergartenleiterin Gabriele Heiser der Verbandsversammlung gab. Der Kindergarten hat 85 Plätze, davon sind 55 Ganztagesplätze, 25 Plätze sind für zweijährige Kinder genehmigt. Zwar hat die Kita eine Betriebserlaubnis für die Betreuung Einjähriger, diese kann aber nicht umgesetzt werden, weil zuerst alle freien Plätze an die Zweijährigen vergeben werden müssen. Nach den Sommerferien verlassen 16 Schulanfänger den Kindergarten. Diese freien Plätze werden laut Heiser dann wieder nach und nach mit Zweijährigen gefüllt, so dass in einem Jahr wohl der gleiche Zahlenstand herrschen werde. Aufgrund dieses Engpasses wurde vor einem Jahr in den Sozialräumen und dem Büro der Erzieherinnen eine vierte Gruppe eingerichtet (wir berichteten). Dieses Provisorium soll durch den Anbau beendet werden. Gabriele Heiser berichtete von einem Tüv-Termin auf dem Kitagelände. Einige Spielgeräte seien beanstandet worden und in der nächsten Zeit auszutauschen oder zu reparieren. Auf Anordnung des Tüv sei die Schaukel gesperrt worden. Erfreut äußerte sich die Leiterin über die Spende der Spardabank für ein Trampolin. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Kita zudem rund 2800 Euro an Spenden bekommen. Das Grashüpfer-Team will an dem von der BASF und der Diakonie unterstützten Programm „Resilienz“ teilnehmen. Dessen Ziel ist die Stärkung der seelischen Gesundheit von Kindern. In Kursen sollen die Eltern einbezogen werden. Mit der Musikschule Leiningerland wird es eine Kooperation geben. Einmal wöchentlich soll eine Frühförderkraft in den Kindergarten kommen und den Nachwuchs musikalisch begeistern. Da dieses Programm für alle kostenfrei sein soll, plant der Kindergarten, die Kosten von 1800 Euro jährlich durch Spenden zu finanzieren. Außerdem sollen Wünsche aus der Elternbefragung umgesetzt werden. Die bisherigen Öffnungszeiten im Ganztagsbetrieb von 7.15 bis 16.30 Uhr können zwar nicht ausgeweitet werden, weil nicht mehr Personal zur Verfügung steht. Dem Wunsch nach mehr Einbindung der Eltern kann laut Heiser jedoch Rechnung getragen werden: Einmal monatlich soll es ein Elterncafé geben, und während der Abholzeit soll mehr Zeit für Gespräche mit den Erzieherinnen sein. (evg)