Rhein-Pfalz Kreis Platz für Gespräche in neuer Ruheoase

Kräuter, Bäumchen, Blumen: Georg Zwiling und Melanie Martan aus Bobenheim-Roxheim schlendern durch den neuen Garten.
Kräuter, Bäumchen, Blumen: Georg Zwiling und Melanie Martan aus Bobenheim-Roxheim schlendern durch den neuen Garten.

„Was lange währt, wird endlich gut…“ Mit dieser alten Weisheit hat Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag die Übergabe des neuen „Globus-Gartens“ in Bobenheim-Roxheim eingeleitet. Zusammen mit Globus-Marktleiter Carsten Karger stellte er die neue Grünanlage im Beisein vieler Bürger auf der Rathauswiese offiziell in Dienst.

Zu ihrem 50-jährigen Firmenjubiläum im vergangenen Jahr wollte die Globus-SB-Warenhaus-Holding an allen 46 Standorten Gärten als Erholungs- und Begegnungsstätte für Mitarbeiter, Kunden und Bürger anlegen. „Eine wirklich gute Idee“, meinte Müller. Mit 240 Mitarbeitern sei der Markt der größte Arbeitgeber in der Großgemeinde. Carsten Karger betonte: „Wir wollen damit die Verbundenheit mit der Region, den hier lebenden Menschen und Betrieben zum Ausdruck bringen.“ Nachdem das Unternehmen zunächst eine Fläche zwischen Globus und dem angrenzenden Aldi-Markt ins Visier genommen hatte, akzeptierte es am Ende einen Alternativ-Vorschlag der Gemeinde. Diese stellte das rund 350 Quadratmeter große Grundstück am Rande der Rathauswiese zur Verfügung. Übereinstimmend verwiesen Michael Müller und Carsten Karger auf die Vorzüge des Standorts: die zentrale Lage im Herzen Bobenheim-Roxheims sowie die unmittelbare Nachbarschaft des Altenpflegeheimes, zweier Kindertagesstätten und des Flüchtlingsheims im ehemaligen Johanniter-Haus. Damit sei die Möglichkeit gegeben, jüngere und ältere Menschen zusammenzuführen und in Kontakt mit Asylsuchenden zu treten. Nancy Fürst, die für die Planung und Realisierung der Anlage verantwortlich zeichnete, verwies auf die gute Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Blumenhaus Schärf/Ochs. Der Obsthof Puder aus Laumersheim und das Kleinniedesheimer Weingut Merkel haben Obstbäume und Weinreben gestiftet. Der Garten, so Fürst, bestehe überwiegend aus regional-spezifischen Pflanzen. Dies sei Ausdruck von Identität. „Riechen und Schmecken ist hier erwünscht“, betonte sie. Zwischen Gemüse, Salat und heimischen Obst sollen hier auch duftende Kräuter und Gewürzpflanzen wachsen und gedeihen. Die zukünftigen Besucher dürfen sich an Mangold, Kapuzinerkresse, Rotem Basilikum , aber auch an Thymian und Pfefferminze freuen. Spannend dürfte auch sein, wer am Ende die gepflanzten Honigmelonen erntet. Alle Pflanzen wurden mit kleinen Namensschildern versehen. Hier erfährt der Betrachter interessante Details über Herkunft und Eigenarten. Ruhebänke laden zum Verweilen und zum Gespräch ein. Auch an Insekten und Vögel wurde gedacht. Fachlich begleitet wurde die Gestaltung von Ulrike Franke, die zusammen mit ihren Eltern Anita und Reinhard Ochs (Blumenhaus Schärf/Ochs) Ideen einbrachte. Noch eine Stunde vor der offiziellen Einweihung gab Reinhard Ochs der Anlage den letzten Schliff. Hinter ihm liegen arbeitsintensive Wochen. Das Frühjahr sei für einen Gartenbaubetrieb natürlich absolute Hochsaison. Passend zum „Garten der Sinne“ hatte der Globus-Markt kulinarische Köstlichkeiten und Gaumenschmeichler aufgetischt.

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