Rhein-Pfalz Kreis Personal in Verwaltung wird aufgestockt

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Die Verwaltung der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim wird künftig um rund 3,6 Stellen aufgestockt. Ehrenamtliche, die bereits in den Schulen die Betreuung übernommen haben, sollen zudem eingruppiert werden. Den Personalplan hat der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig genehmigt. Zudem wurde ein Sozialarbeiter eingestellt, der sich um Asylsuchende kümmert.

„Es sind hohe Belastungen bei den Mitarbeitern feststellbar, die sich auch rechnerisch aus der Personalbedarfsermittlung ergeben.“ Das resümiert die Kommunalberatung in ihrer Untersuchung der Verwaltungsstruktur nach der Fusion und rät: „Auf den Unterhang von etwa drei Kräften muss kurzfristig reagiert werden.“ Außerdem solle die Verwaltung altersbedingte Abgänge dadurch ersetzen, dass sie selbst ausbildet. Vor allem der Bereich Finanzen war unterbesetzt, wie Bürgermeister Michael Reith (SPD) auf Nachfrage erklärt. Entstanden sei das Defizit, weil mit Blick auf die Synergieeffekte der Fusion im Vorfeld zu viele Stellen abgebaut wurden. Zwei freigewordene Stellen wurden nicht besetzt, fünf weitere Beamte gingen in Ruhestand. Dadurch wurden Personalkosten von rund 400.000 Euro pro Jahr eingespart, berichtet Reith. Weil die Verwaltung nun für mehr Einwohner zuständig ist, wurden sie höhergruppiert. Dadurch entstanden wiederum Mehrkosten von 60.000 Euro jährlich. Die jetzt geplanten Neueinstellungen werden mit 200.000 Euro zu Buche schlagen. Unterm Strich hat die neue Verbandsgemeinde also 140.000 Euro jährlich an Personal eingespart. Aus dem Bereich Personal wechselt nun eine Mitarbeitern in die Abteilung Finanzen. Ihre bisherige Stelle muss neu besetzt werden, ebenso ein Posten in der Organisation. Im Fachbereich Bauen sowie Friedhof/Kfz werden zwei halbe Stellen neu besetzt. Der Sitzungsdienst wird um 0,38 und eine Stelle im Finanzwesen um 0,23 aufgestockt. Im Stellenplan wird Bürgermeister Michael Reith übrigens weiterhin in der Besoldungsgruppe B2 geführt. Nach zwei Jahren im Amt als Bürgermeister könnte er jedoch den Antrag stellen, in B3 aufzusteigen. Darauf habe er verzichtet, antwortet Reith auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Er könne den Antrag im nächsten Jahr einbringen. Bis Ende Juli nächsten Jahres hat die Verbandsgemeinde befristet einen Sozialarbeiter eingestellt, der sich 19,5 Stunden pro Woche um die Asylsuchenden vor Ort kümmern soll. „Er sucht Flüchtlinge auf, schaut nach Brennpunkten und unterstützt die Initiativen“, sagt Reith. 17 Bewerber hatten sich gemeldet. In der nicht-öffentlichen Sitzung entschied sich der Rat für Thomas Dill-Korter. Weil die Gemeinde diese Aufgabe für den Rhein-Pfalz-Kreis übernimmt, erstattet der Kreis die Personalkosten, jedoch längstens bis Ende 2018. Die Ehrenamtlichen, die in den Grundschulen die Betreuung sowie die Küchenarbeit übernehmen und dafür bisher eine Aufwandsentschädigung erhielten, werden außerdem eingruppiert und tauchen daher neu im Stellenplan auf. „Wir wollen einen Mindestlohn gewähren und sie in eine reguläre Beschäftigung bringen“, sagte der Bürgermeister. (jel)

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