Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Neuhofener Feuerwehr: Eine Unfallübung und ein schönes Fest

Ein Auto fährt in ein Haus. Menschen sind eingeklemmt. Wie in einer solchen Situation die Verletzten gerettet werden, zeigen Weh
Ein Auto fährt in ein Haus. Menschen sind eingeklemmt. Wie in einer solchen Situation die Verletzten gerettet werden, zeigen Wehrleute beim Fest der Neuhofener Feuerwehr.

Das Programm war kurzweilig. Der Zuspruch gut. Der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Neuhofen hat viele Gäste angelockt. Die konnten feiern, staunen und sich über die Arbeit der Wehr informieren.

In der Cocktailbar ging immer was. Und sonntags durften die Kinder neben mehreren Spielangeboten die Feuerwehrautos inspizieren. Am Samstagabend jedoch hätte man durchaus erwarten können, dass die Gäste wegen des Regens ausbleiben. Aber die lokale Band „Flow Control“ hat mittlerweile eine Fangemeinde, die sich offenbar nicht an dem ungemütlichen Wetter störte, und das Feuerwehrgelände war auch im Freien sehr gut besucht.

Der Höhepunkt am Sonntag war wieder eine Präsentation der Jugendwehr am Nachmittag. Diesmal wurden sie von den erwachsenen Kollegen aus Waldsee unterstützt. Bei der Übung wurde ein Unfall simuliert, bei dem ein Auto in ein Haus fuhr und wobei Menschen zu Schaden kamen. Das Haus war freilich eine Papphütte, und die Verletzten waren Dummies. Während die Kollegen aus Waldsee die Menschen aus dem Auto befreiten, kümmerte sich die hiesige Feuerwehrjugend um die entstandene Rauchentwicklung in der Hütte.

Aus zwei Übungen wird eine

In der Vergangenheit führten die Wehrleute am Sonntagnachmittag zwei Übungen vor, dieses Mal zerschmolzen sie zu einer. Weshalb, das erklärte der Wehrführer Thomas Klamm: „Bei dem Fest sind alle Neuhofener Kollegen im Einsatz, und sie werden sogar noch von ihren Angehörigen unterstützt. Wir sind froh, dass uns deshalb die Kollegen aus Waldsee unterstützen.“ Allein die Arbeiten rund um das Fest nähmen etwa drei Wochen in Anspruch, bei denen viele Helfer gebraucht werden. Und mit den Freiwilligen Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde werde nun ohnehin Hand in Hand gearbeitet. Es sei beruhigend zu wissen, dass immer genug Kollegen aus den Nachbargemeinden im Gefahrenfall da sind. Andererseits sei es auch belastend, denn der Arbeitsaufwand sei größer geworden. „Ich schätze, dass wir bis zum Jahresende an 200 Einsätzen beteiligt waren. Das ist gegenüber den früheren Jahren eine deutliche Steigerung“, sagt der Wehrführer.

Um auch in Zukunft gut für Einsätze gewappnet zu sein, wollen sich die Neuhofener Wehrleute mit verschiedenen Aktionen um Nachwuchs kümmern. Derzeit werden Flyer aufgelegt, und in der Schule will man die Kinder mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut machen. Vor allem aber werden alle 16- bis 20-Jährigen im Ort angeschrieben, um ihr Interesse für die Arbeit der Feuerwehr zu wecken. „Wir treffen uns jeden Dienstag zwischen 19 und 22 Uhr im Feuerwehrhaus. Junge Leute ab 16 Jahren können jederzeit bei uns vorbeischauen, und wir bieten gern eine Ausbildung an“, sagte Klamm.

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