Rhein-Pfalz Kreis Neuer Anlauf für Supermarkt

Maxdorf. Da mittlerweile amtlich ist, dass weder in der Ortsgemeinde Birkenheide noch in Fußgönheim ein Supermarkt angesiedelt werden darf, sehen sich die Maxdorfer am Zug. So hat der Ortsgemeinderat am Donnerstag beschlossen, das Gelände östlich des ehemaligen Kartoffelkreisels wieder als möglichen Standort ins Visier zu nehmen.
Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) erinnerte an das Einzelhandelskonzept der Verbandsgemeinde Maxdorf. Darin sei zunächst Birkenheide Vorrang eingeräumt worden. Die Versuche, dort einen Vollversorger anzusiedeln, seien jedoch aus Landschafts- und Naturschutzgründen gescheitert. In der Folge sei auch das Fußgönheimer Vorhaben gescheitert, neben der Aldi-Filiale einen weiteren Markt anzusiedeln. Daher sei nun Maxdorf an der Reihe. „Wir haben neben dem ehemaligen Kartoffelkreisel auch eine freie Fläche und mehrere interessierte Investoren für einen Vollversorger“, sagte Baumann. „Wir stehen diesem Thema positiv gegenüber“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Christopher Huch. Der Standort im Süden des Dorfes sei für die Orts- und Verbandsgemeinde sinnvoll. Dem schloss sich CDU-Fraktionschef Paul Poje an. Maxdorf stehe seit der Verabschiedung des Einzelhandelskonzepts vor drei Jahren in den Startlöchern. Oliver Nagel-Schwab (FDP) kritisierte die CDU, da sie im Wahlkampf 2014 noch Unterschriften gegen den Standort gesammelt habe. Seine Fraktion befürchte außerdem, dass jeder weitere Markt den örtlichen Einzelhandel schwäche. Der Liberale äußerte Bedenken wegen der Verkehrsanbindung über den ehemaligen Kartoffelkreisel und hielt den Standort für ungünstig, da nur wenige Meter weiter auf Fußgönheimer Gemarkung bereits Einkaufsmöglichkeiten bestünden. Martin Westrich (CDU) wies diese Vorwürfe zurück. Schon im Wahlkampf 2009 habe seine Partei sogar mit Foto für die Fläche geworben. Außerdem würde ein Supermarkt an dieser Stelle auch von den Bürgern in der Siedlung begrüßt. Sein Parteikollege Bernd Lupberger bezeichnete den Standort als sehr gelungen, zumal er von allen drei Ortsgemeinden aus betrachtet zentral liege. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beauftragte der Rat schließlich die Verwaltung, Gespräche mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt aufzunehmen. „Ein Streitpunkt wird sicherlich die Größe der Verkaufsfläche sein“, sagte Baumann. (mamü)