Altrip RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Anlauf für Arztpraxen in Altrip

Für das Gelände des ehemaligen HL-Markts gibt es nun einen neuen Bebauungsplan. So können dort Wohnungen und Arztpraxen angesied
Für das Gelände des ehemaligen HL-Markts gibt es nun einen neuen Bebauungsplan. So können dort Wohnungen und Arztpraxen angesiedelt werden.

Ursprünglich sollte in der Altriper Goethestraße wieder Einzelhandel angesiedelt werden. Daraus ist jedoch nichts geworden. Stattdessen soll das alte Supermarktgebäude nun abgerissen und durch Wohnungen einschließlich Arztpraxen ersetzt werden. Die Weichen dafür sind gestellt.

Vor mehr als neun Jahren, am 6. Dezember 2010, gaben die Ratsmitglieder der damals noch eigenständigen Gemeinde Altrip den Bebauungsplan „Einzelhandel Goethestraße“ in Auftrag. Im Jahr 2012 durfte die Öffentlichkeit sich dazu äußern. Danach wurde es lange still um das Projekt. Als der Plan endlich fertig war, stand 2014 die Fusion mit der Verbandsgemeinde Waldsee und Neuhofen zur Verbandsgemeinde Rheinauen an. Altrip wurde zur Ortsgemeinde und musste warten, bis die neue Verbandsgemeinde einen Flächennutzungsplan aufgestellt hatte. Das Verfahren zog sich letztlich so lange hin, bis das Oberverwaltungsgericht Koblenz einer Normenkontrollklage stattgab und die zwischenzeitlich für das Gelände verhängte Veränderungssperre aufhob.

Angedacht war ein Lebensmittelmarkt in der Goethestraße

Vor der Kommunalwahl im Mai 2019 wollte der Altriper Ortsgemeinderat zunächst dennoch daran festhalten, in der Goethestraße wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Doch zu diesem Zeitpunkt gingen die Politiker auch noch davon aus, dass der ebenfalls vom Oberverwaltungsgericht aufgehobene Bebauungsplan für das an der Ecke Park- und Schillerstraße geplante Ärztehaus relativ zügig überarbeitet und das Projekt noch gerettet werden könnte.

Inzwischen hat sich der dortige Investor aber von dem Vorhaben verabschiedet. Ein Ärztehaus wird es an dieser Stelle nicht geben. Für den Einzelhandelsstandort in der Goethestraße haben sich indes bis zuletzt keine Interessenten gefunden.

Die Gemeinde hat eine Lösung gefunden

Für diese zwei Probleme hat die Gemeinde eine Lösung gefunden: Der Eigentümer des Supermarktgeländes darf die von ihm seit Jahren angestrebten neuen Wohnungen bauen, wenn er zugleich für Ärzte geeignete Räumlichkeiten schafft. Damit war der Investor, die ortsansässige Ostermayer Wohnbau GmbH, offenbar einverstanden. Dafür war es nötig, das seit 2010 laufende Bebauungsplanverfahren für das Grundstück aufzuheben und ein neues auf den Weg zu bringen: den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Quartier Goethestraße“. Das hat der Ortsgemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung erledigt. „Wir müssen die ärztliche Versorgung dort unbedingt sicherstellen“, erklärte Hans-Peter Peters (CDU).

Ersten Angaben des Unternehmens zufolge sollen auf dem rund 2700 Quadratmeter großen Areal drei Gebäude mit Tiefgarage und zusätzlichen oberirdischen Stellplätzen entstehen: A, B und C. In B und C sollen ausschließlich Wohnungen geschaffen werden, während sich in A „das Ärztehaus nebst weiterer Wohnungen und Gewerbeeinheiten“ befinden soll. Ortsbürgermeister Volker Mansky (parteilos) kündigte eine Anwohnerversammlung an, „sobald die finalen Pläne vorliegen“.

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