Rhein-Pfalz Kreis Nachbessern im Ortskern

Bei der ersten großen Ausbauphase im Mutterstadter Ortskern sind Naturmaterialien übrig geblieben, die jetzt bei der Gestaltung
Bei der ersten großen Ausbauphase im Mutterstadter Ortskern sind Naturmaterialien übrig geblieben, die jetzt bei der Gestaltung des Platzes an der Neuen Pforte verwendet werden sollen.

«Mutterstadt.» An einigen Stellschrauben möchten und müssen die Mutterstadter nachjustieren: So bekommt der kleine Parkplatz am Ärztehaus eine Zufahrt von der Oggersheimer Straße. Für die Neugestaltung des Vorplatzes der Neuen Pforte soll Material verwendet werden, das beim bisherigen Umbau der Dorfmitte übrig blieb. Und in die Aktualisierung des Generalentwässerungsplans muss die Kommune mehr Geld investieren als erwartet.

Ärztehaus-Parkplatz

Der kleine Parkplatz hinter dem Ärztehaus bekommt eine direkte Zufahrt von der Oggersheimer Straße. Verlassen müssen Autofahrer die Fläche aber auch in Zukunft über die Ausfahrt in der Friedhofstraße. Das haben Gemeinderat und Bauausschuss in gemeinsamer Sitzung beschlossen. In der Vergangenheit war dieser Parkplatz, obwohl an der Oggersheimer Straße gelegen, nur von der Friedhofstraße aus erreichbar. Da es sich bei der wiederum um eine Einbahnstraße handelt und der richtige (Um-)Weg vielen Fahrern entweder unbekannt oder zu mühselig war, kam es immer wieder zu Verwirrung beziehungsweise Fehlverhalten. Die Lösung mit der Zufahrt hatte das Gremium für Verkehrsfragen vorgeschlagen (wir berichteten). „Das ist inzwischen auch mit dem Landesbetrieb Mobilität abgestimmt“, informierte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD). Die Zustimmung der in Speyer ansässigen Behörde war für das Vorhaben erforderlich, da es sich bei der Oggersheimer Straße um eine Landesstraße handelt (L 533). Barbara Rödel (SPD) begrüßte den Beschluss. Baumaterial In der ersten großen Ausbauphase zur Neugestaltung der Mutterstadter Ortsmitte – rund um die ehemalige Ampelkreuzung Oggersheimer/Ludwigshafener Straße – ist einiges an Natursteinmaterial übrig geblieben. Dieses wurde auf dem Lagerplatz der Gemeinde aufbewahrt und soll in der nächsten Bauphase, der Umgestaltung des Vorplatzes der Neuen Pforte, verwendet werden. Die Übernahmekosten beziffert die Verwaltung auf etwas mehr als 91.000 Euro. Rat und Bauausschuss sind mit diesem Vorgehen einverstanden. CDU-Fraktionschef Ulf-Rainer Samel erinnerte an einen früheren Beschluss dieser Art. Damals habe ebenfalls Material eingelagert und später weiterverwendet werden sollen. „Als es benötigt wurde, war es dann aber abhandengekommen“, sagte er. Deshalb forderte der Christdemokrat die Verwaltung auf, das Material dieses Mal besser zu sichern. Das sei ein berechtigter Hinweis, fand Bürgermeister Schneider. Generalentwässerungsplan Im Dezember hat die Gemeinde das Fachbüro IPR Consult aus Neustadt für etwas mehr als 18.000 Euro damit beauftragt, den Generalentwässerungsplan zu aktualisieren. Bei den Arbeiten stellte sich laut Verwaltung jedoch heraus, dass der Aufwand erheblich größer war als erwartet. „Die Datensätze wiesen große Lücken auf und konnten nicht vollständig digital übernommen werden“, erläuterte Bauabteilungsleiter Werner Klein das Problem. Sonderbauwerke hätten sogar manuell für die Netzübernahme aufbereitet werden müssen. Für den gestiegenen Aufwand machte das Fachbüro demnach ein Angebot von rund 12.500 Euro. „Wir konnten das auf eine Pauschale von 10.000 Euro herunterhandeln“, sagte er. Selbst mit dem Nachtrag sei IPR Consult aber der günstigste Bieter. Vor diesem Hintergrund genehmigte der Bauausschuss den ergänzenden Auftrag.

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