Rhein-Pfalz Kreis Magnolien statt Platanen

In Schifferstadt am Alten Rathaus verschönern Magnolien bereits das Stadtbild.
In Schifferstadt am Alten Rathaus verschönern Magnolien bereits das Stadtbild.

«Mutterstadt.» Die Platanen auf dem Vorplatz der Neuen Pforte haben in den vergangenen Wochen reichlich Diskussionsstoff geboten (wir berichteten). In seiner Sitzung am Dienstag hat der Mutterstadter Bauausschuss sich nun dafür ausgesprochen, dass die teils kranken Bäume entfernt und durch Magnolien ersetzt werden sollen – vorausgesetzt, die Kreisverwaltung genehmigt die Fällung der Platanen.

Das Vorhaben ist eine Folge der geplanten Neugestaltung des Platzes. Bei entsprechenden Voruntersuchungen hat sich herausgestellt, dass fünf der dortigen Platanen so krank sind, dass sie gefällt werden müssen. Bei den restlichen vier wird die Standfestigkeit bezweifelt, da ihre Wurzeln wegen des gefundenen Bauschutts im Untergrund zur Seite statt in die Tiefe gewachsen sind. Wird bei den anstehenden Bauarbeiten nun das Halt gebende Pflaster entfernt, könnten sie eventuell umfallen, befürchtet die Gemeindeverwaltung. Die zu erwartenden Beschädigungen durch die Arbeiten selbst könnten wiederum zum Einfallstor für Schädlinge werden. Daher hatte die Verwaltung bereits Ende 2017 vorgeschlagen, diese Platanen gleich mitzufällen und durch andere Bäume zu ersetzen, die ökologisch mindestens ebenso wertvoll und für einen solchen Standort besser geeignet sind. Diesen Vorschlag hatten vor allem die Grünen in Person ihres Fraktionsvorsitzenden Walter Altvater vehement kritisiert. Er bezweifelte die Notwendigkeit und forderte, eine Expertin der Kreisverwaltung als Unterer Naturschutzbehörde einzuschalten. Das tat die Verwaltung und ordnete zudem aufwendige Grabungen an. Die belegten den schlechten Zustand der Platanen und den ungeeigneten Untergrund. „Der Ausschuss hat nun ein Baumfeld mit acht Magnolien anstelle dieser Platanen vorgeschlagen“, erklärt Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Außerdem wird der komplette Untergrund mit all dem Bauschutt und so weiter herausgeholt, damit die neuen Bäume ihre Wurzeln in die Tiefe bis zum Grundwasser ausbilden können“, ergänzt er. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde für das Baumfeld zudem eine wassergebundene Decke angeregt. Dazu sei im Ausschuss eine Alternative angesprochen worden: eine Pflasterung mit Natursteinen und breiten Fugen, damit Wasser versickern kann. „Das Pflaster haben wir beim Abriss alter Bauernhöfe in der Oggersheimer Straße geborgen“, berichtet der Rathauschef. Jetzt müsse die Verwaltung prüfen, ob dieses Material für das Baumfeld ausreicht. Neben den Magnolien sollen den Vorplatz der Neuen Pforte am Durchgang zwischen Neuer Pforte und Sparkasse vier Säuleneichen zieren. Dazu sollen sich laut Schneider an anderen Stellen weitere Sorten wie Amber-Bäume gesellen. Und: „Es sollen jeweils hoch gewachsene Exemplare mit dicken Stämmen sein, die schon 15 bis 20 Jahre alt sind“, erläutert der Bürgermeister.

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