Rhein-Pfalz Kreis Möbel zum Schnäppchenpreis

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Über ein Schnäppchen darf sich die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim freuen. Sie hat Möbel für das Lambsheimer Bürgerbüro zum halben Preis für 11.340 Euro ergattert. Zwischen April und Anfang Juli soll außerdem das Heßheimer Bürgerbüro modernisiert und barrierefrei umgestaltet werden. Über Zeitplan und Kosten beriet am Dienstagabend der Bauausschuss.

Der Preis für die Möbel ist so günstig, dass die Verbandsgemeinde extra schnell zuschlagen wollte: Die Sitzung fand daher einen Tag früher statt. Bürgermeister Michael Reith (SPD) erklärte, dass die Frist für das Angebot nur noch bis Dienstag, 24 Uhr, galt. Danach hätte der Neustadter Büroausstatter Kettenbach den Preis deutlich erhöhen können. „Der Lieferant hat angedeutet, dass sich sein Zulieferer verkalkuliert hat“, erklärte Reith. Kettenbach sei daran interessiert, dass die Bindefrist abläuft, bevor die Verbandsgemeinde den Zuschlag erteilt. Doch Reith wollte den Schnäppchenpreis zu 11.340 Euro statt der Konkurrenzangebote über rund 20.000 und 23.000 Euro. Zweifel, ob die Qualität des Mobiliars unter dem niedrigeren Preis leiden könnte, äußerte Stephanie Geis (CDU). Reith versicherte, dass die Qualität im Leistungsverzeichnis festgelegt sei. Der Ausschuss stimmte der Vergabe an die Neustadter Firma zu. Von April bis Anfang Juli soll das Heßheimer Bürgerbüro umgebaut werden. Noch diese Woche wird die Ausschreibung veröffentlicht. Angebote müssen bis 10. März abgegeben sein, sodass der Rat noch vor Ostern den Auftrag erteilen könne. Derzeit geht das Architekturbüro Silber-Orange von rund 235.000 Euro Kosten aus. Man habe versucht, den Zeitaufwand möglichst realistisch einzuschätzen und pauschal vorzugeben. Dies sei laut Architekt günstiger, als den Preis für eine Arbeitsstunde abzufragen: „Dann könnten die Firmen pokern und Fantasiepreise einsetzen“, erklärte Reith. Dem Kostenrahmen und Zeitplan stimmte der Ausschuss zu. Reith berichtete von einem Vorschlag, den Sitzungssaal in das Bürgerbüro mit einzubeziehen. Das lehnte er allerdings ab. „Sollte es mal eng werden, kann der Saal vorübergehend als Büro genutzt werden, aber er sollte in der jetzigen Form für die Sitzungen erhalten bleiben.“ Den Bürgern habe man ein modernes, barrierefreies Bürgerbüro versprochen, und das werde verwirklicht. Bürgerbüro und Verwaltung sollen dann über getrennte Zugänge betretbar sein. Für beide Bürgerbüros habe die Verbandsgemeinde eine Förderzusage in Höhe von 190.000 Euro bekommen. Der Bürgermeister hatte bereits einen Rauch- und Wärmeabzug für das Treppenhaus im Lambsheimer Bürgerbüro bestellt: Kosten rund 3800 Euro. Der Ausschuss segnete den Entschluss im Nachhinein ab. Reith informierte außerdem, dass die Ursache gefunden wurde, warum Wasser ins Heßheimer Feuerwehrgerätehaus gelangt sei. Durch die Kiesschicht auf dem Flachdach entstünde kein richtiges Gefälle. Regenwasser könne nicht ablaufen und staue sich an. Das Leck müsse nun abgedichtet werden. (cei)

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