Rhein-Pfalz Kreis Leserbriefe an die Lokalredaktion:

Der Artikel von Herrn Hofstädter darüber, wie zwei Verbandsgemeinden die Fusion optimal anpacken und für ihre Bürger die erwarteten Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und Serviceverbesserungen in Aussicht stellen können, steht in Kontrast zur Erfahrung in Lambsheim-Heßheim. Hier würden die meisten Lambsheimer Bürger sagen, dass diese Fusion bislang Murks ist, beherrscht von Kleindorferei. Erst wurde zwei Jahre nach der Grundsatzentscheidung, mit der VG Heßheim zu fusionieren, kaum weitergearbeitet an praktischen Details und Konzepten einer optimalen Zusammenlegung. Dann wurden eine Menge politische Energie und Kosten vergeudet, nur um den Lambsheimer Ortsbürgermeister aus dem Rathaus zu treiben – obwohl der neue VG-Bürgermeister Reith in der RHEINPFALZ gesagt hatte, dass es keine rechtliche Grundlage dafür gibt. Aber: Die anderen wollen es so. Die anderen, das sind die Dorfpolitiker der anderen fünf Ortsgemeinden, die ihr Prestige verletzt gesehen hätten, wenn der Lambsheimer Ortsbürgermeister im Rathaus geblieben wäre. Jetzt stehen immense Kosten im Raum für einen möglichen neuen Amtssitz für ihn, was eventuell noch mehr Schulden bedeutet. Jetzt stellt sich heraus, dass die Neuorganisation so ineffizient gestaltet wird, dass neues Personal extra eingestellt werden muss. (...) Während die Kosten steigen statt sinken und keine Serviceverbesserungen für die Bürger (die eigentlichen zwei Zwecke dieser Reform) zu sehen sind, verschwendet der Lambsheimer Gemeinderat Arbeit und Geld in einer Elektrotankstelle und eine 30-Stundenkilometer-Begrenzung des breiten, kerzengeraden Hauptverkehrswegs. Die Hochzeitsprämie des Landes ist verfrühstückt, und wenig dafür ist gewonnen. Nur höhere Kosten sind in der Zukunft zu erwarten. Vielleicht sollten unsere Verbandsgemeindepolitiker eine Delegation ins Leiningerland schicken, um zu lernen, wie es besser gehen kann.