Rhein-Pfalz-Kreis Kreisjugendsportfest: Ausgelassene Stimmung und große Hoffnungen

Das Kugelstoßen ist eine von Emma Schuberts bevorzugten Disziplinen.
Das Kugelstoßen ist eine von Emma Schuberts bevorzugten Disziplinen.

Beim Kreisjugendsportfest im Waldstadion in Limburgerhof ist die Motivation groß. Die Jugendlichen sind ausgelassen und die Erwachsenen schauen stolz zu.

Über dem Sportplatz steht am Vormittag warm die Sonne, während Jubelrufe und Trillerpfeifen über die Wiese zu hören sind. Über den Platz verteilen sich mehrere Stationen für die verschiedenen Leichtathletikdisziplinen, die die Jugendlichen absolvieren müssen. An den Sonnenschirmen, die den Kampfrichtern etwas Schatten spenden, erkennt man, wo man hin muss. Auf der überdachten Tribüne ist es angenehmer. Hier tummeln sich Schüler, die warten, bis sie an der Reihe sind oder sich vom Sport erholen. Die Jugendlichen müssen einen Dreikampf absolvieren: Sie messen sich in Sprint, Weitsprung und Wurf. Obwohl viele aufgeregt sind, ist die Stimmung ausgelassen. Nicht nur bei den teilnehmenden Schülern, sondern auch bei ihren Begleitern.

Blut geleckt

Ein Lehrer der Realschule plus Bobenheim-Roxheim freut sich, dass seine Schule nach Jahren wieder dabei ist. Die Realschule ist mit 13 Schülern vertreten. „Jetzt haben wir Blut geleckt“, sagt er und lacht. Nächstes Jahr wolle man einen neuen Anlauf nehmen. Die Jugendlichen seien motiviert und würden ihr Bestes geben, erzählt er stolz. Ein bisschen einschüchternd seien aber die großen Schulen, die sogar eigene Trikots hätten. Vielleicht klappt das ja 2025.

Noch stolzer als die Lehrer sind selbstverständlich die Eltern. Eine Mutter steht am Rand der Tartanbahn und filmt aufgeregt: Ihr Sohn steht gerade in der Startposition für den Sprint. Normalerweise spiele der Siebtklässler lieber Fußball, erzählt sie. Ein bisschen nervös sei er. Trotzdem sprintet er beim Knall der Pistole motiviert los.

Ähnlich geht es zwei Schülerinnen, die auf ihren Einsatz beim Weitsprung warten. Zweimal pro Woche hätten sie für den Wettkampf trainiert, erzählen die beiden Mädchen. Der Sprint habe ihnen am meisten Spaß gemacht. Am späten Vormittag sind sie durch mit ihrem Programm. Nach dem Weitsprung erwartet sie nur noch der Staffellauf.

Dass die Jugendlichen Spaß am Fest haben, merkt man ihnen an. Einige kicken zwischen den Disziplinen einen Ball, obwohl sie schon viel geleistet haben. Andere feuern laut ihre Freunde an und unterstützen sich gegenseitig.

Große Hoffnungen

Das Niveau beim diesjährigen Kreisjugendsportfest sei hoch, meint Hans Koob vom TSV Iggelheim. Der pensionierte Lehrer setzt große Hoffnungen in den Leichtathletik-Nachwuchs des Vereins. Die 13-jährige Emma Schubert ist eine dieser Hoffnungsträgerinnen. Mit 9,40 Metern im Kugelstoßen ist sie aber nicht zufrieden: „Das hab’ ich schon besser gemacht.“ Das kann man Emma glauben. Seit 2016 trainiert sie nach eigener Aussage beim TSV Iggelheim zum Beispiel Weitsprung, Sprint oder Hochsprung. Im Fünfkampf ist sie besonders gut. 2022 und 2023 war sie sogar deutsche Meisterin im Fünfkampf. Mutter Laura Schubert freut sich derweil, dass ihre Tochter auch für die diesjährige Meisterschaft gesetzt ist. Druck mache sie ihr keinen: „Hauptsache, die Kinder haben Spaß.“

Auf die Plätze. Fertig. Los!
Auf die Plätze. Fertig. Los!
x