Rhein-Pfalz Kreis Kreativ gegen Komasaufen

Manche Jugendliche übertreiben es mit dem Alkohol und trinken, bis sie bewusstlos sind.
Manche Jugendliche übertreiben es mit dem Alkohol und trinken, bis sie bewusstlos sind.

«Mutterstadt.» Bei einem Wettbewerb der DAK haben im Frühjahr knapp 8000 Schüler Plakate gemalt, um auf die Gefahren von Alkohol und Komasaufen aufmerksam zu machen. Drei Schüler der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt waren dabei besonders erfolgreich.

Der Sommer ist toll. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint, die meisten Menschen sind gut gelaunt. Und jedes Wochenende wird in irgendeinem Dorf ein Fest gefeiert, auch hier im Rhein-Pfalz-Kreis. Und dabei trinken viele auch Alkohol. Das gehört irgendwie dazu, sagt der Pfälzer gerne. Aber manche übertreiben es manchmal, vor allem Jugendliche kennen oft ihre Grenzen nicht. Und dann trinken sie, bis sie nicht mehr können. Bis zur Bewusstlosigkeit kann das gehen. Experten nennen es Rauschtrinken – oder etwas brutaler ausgedrückt: Komasaufen. Keine schöne Sache ist das. Deswegen will die DAK auf die Folgen des Alkoholmissbrauchs aufmerksam machen. Seit 2010 veranstaltet die Krankenkasse einen Wettbewerb, bei dem Schüler Plakate gegen das Komasaufen malen sollen. „Bunt statt blau“ heißt die Kampagne, mehr als 95.000 Schüler haben schon mitgemacht. In diesem Frühjahr haben wieder knapp 8000 Schüler aus ganz Deutschland bei der Aktion an der Aktion teilgenommen. Aus Rheinland-Pfalz haben etwa 500 Schüler ihre kreativen Plakat-Ideen eingereicht, darunter auch ein Kunstkurs der IGS Mutterstadt. Dabei waren sie ziemlich erfolgreich. Gleich drei haben es unter die besten zehn des Landes geschafft. Marius Ledwina (18) belegte mit seinem Plakat den fünften Platz. Daniela Geis (17) und Elisa Sarna (16) landeten auf dem siebten Platz. Ihre Kunstlehrerin Sigrid Nölte und Thomas Sepp von der DAK haben ihnen nun ihre Urkunden und Sachpreise überreicht. Während der Preisverleihung erzählte Marius Ledwina, wie sie bei dem Malen der Plakate vorgegangen sind. Gemeinsam haben sie sich erst einige Motive überlegt, um die Nachricht des Wettbewerbs so gut wie möglich herüberzubringen. Doch auch während dem Zeichnen der Plakate hat jeder jedem geholfen, sodass die bestmöglichen Ergebnisse erzielt wurden. Und nicht nur Mutterstadter Schüler waren erfolgreich. Vom Schifferstadter Paul-von-Denis-Gymnasium kamen Helene Weigel, Jennifer Holzmann und Romy Lemke auf den dritten Platz der Landeswertung. Als Preis gab es 100 Euro. Und Mirjam Ulrich wurde Achte. Im Kampf gegen Komasaufen sind die Schüler aus dem Rhein-Pfalz-Kreis ganz schön kreativ.

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