Rhein-Pfalz Kreis Kettensteg und Balken

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50.000 Euro investiert die Gemeinde Bobenheim-Roxheim in die Neugestaltung der Außenanlage der Roxheimer Rheinschule. Das war Thema in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag. Es soll eine neue, modern konzipierte Spielfläche mit 15 Spielgeräten entstehen.

Dazu zählen unter anderem ein Balancierbalken, ein Kettensteg, ein doppeltes Hangseil, ein Stufenreck und eine Kreuzwaage. Das Planungsbüro Piske (Ludwigshafen) hat die Planungen in der Sitzung vorgestellt. Mehrere Ausschussmitglieder kritisierten, dass das Vorhaben im Vorfeld mehr mit den Eltern und dem Schul- und Sozialausschuss anstatt mit dem zuständigen Bauausschuss beraten worden sei. Oswald Fechner (SPD) stellte das engagierte Mitwirken der Eltern nicht in Abrede, sagte jedoch: „Die finale Kompetenz liegt beim zuständigen Fachausschuss.“ Auch Matthias Vettermann (Grüne) erklärte: „Die Kompetenzen liegen dort, wo sie hingehören.“ Gegebenenfalls müssten beide Ausschüsse auch einmal gemeinsam tagen. Michael Remmele (CDU) fiel auf, dass einige der von den Eltern vorgeschlagenen Spielgeräte billiger gewesen waren als die in der Planung vorgesehenen Geräte. Damit hatte seine Fraktionskollegin Sylvia Lobocki jedoch keine Probleme. Ihre Meinung dazu fiel knapp, aber klar aus: „Qualität kostet Geld, macht sich aber über die Jahre bezahlt.“ Beispielhaft dafür sei der Kinderspielplatz am Bobenheimer Vogelpark. Hier habe man mit der Anschaffung des großen und hochwertigen Spielschiffs eine gute Entscheidung getroffen. Die Spielanlage sei auch nach zwei Jahrzehnten noch immer sicher und attraktiv. Beigeordneter und Bau-Dezernent Stefan Butsch (SPD) bewertete das Engagement der Eltern und des Schulfördervereins positiv. Er sagte: „Wir sind den Vorschlägen der Eltern gefolgt, alles andere überlassen wir jedoch den Fachleuten.“ Beigeordneter Frank Sommer (SPD) verwies darauf, dass sich der Schulförderverein mit einer 10.000-Euro-Spende an den Kosten beteilige. Dennoch meinte Michael Remmele: „Wir haben noch Beratungsbedarf.“ Butsch entgegnete dem: „Eine weitere Vertagung lasse ich nicht zu. Die Geduld der Eltern ist irgendwann auch mal erschöpft.“ Tatsächlich gebe es Eltern, die sich seit der Einschulung ihrer Kinder für dieses Vorhaben einsetzten. Mittlerweile seien die Kinder schon in der dritten oder vierten Klassenstufe. Diese Mahnung machte offensichtlich Eindruck. Am Ende stimmte der Bauausschuss einstimmig für die Aufragsvergabe.

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