Mutterstadt Hinweise für Flugzeugabsturz im Weltkrieg gesucht

Eine solche Maschine, eine Messerschmitt Bf109, könnte es gewesen sein, die bei Mutterstadt abgestürzt ist.
Eine solche Maschine, eine Messerschmitt Bf109, könnte es gewesen sein, die bei Mutterstadt abgestürzt ist.

Wieder suchen die Aktiven der Interessengemeinschaft (IG) Heimatforschung Spuren und Infos von Flugzeugen, die im Zweiten Weltkrieg im Gebiet des heutigen Rhein-Pfalz-Kreises abgestürzt sind. Aktuell geht es um Vorfälle bei Mutterstadt. Hinweisgeber sollen sich melden.

Den Ehrenamtlichen der IG Heimatforschung Rheinland-Pfalz geht es unter anderem darum, die Schicksale der Besatzungsmitglieder aufzuklären und auch Kontakt zu deren Nachkommen aufzunehmen. An einigen Absturzstellen sind bereits Gedenksteine errichtet worden. Nun haben sie laut IG-Gründer Erik Wieman Hinweise über den Absturz eines deutschen Kampfflugzeugs südlich von Mutterstadt erhalten. Sie stammen von dem Mutterstadter Gerald Becker, der selbst schon Fundstücke gesichert habe. „Nun versuchen wir zu klären, um welches Flugzeug und welche Besatzung es sich hier gehandelt haben könnte, und welche Geschichte sich dahinter verbirgt“, berichtet Wieman. Nach den Fundstücken könnte es sich möglicherweise um ein deutsches Kampfflugzeug vom Typ Messerschmitt Bf109 gehandelt haben, das zwischen 1943 und 1945 abgestürzt sein müsste.

Tote bei Absturz eines englischen Bombers

Mehr wissen die Mitglieder der IG Heimatforschung bereits über einen weiteren Absturz bei Mutterstadt, den eines englischen Bombers, Avro Lancaster HK603 der 90. Staffel, Royal Air Force, mit einer achtköpfigen Commonwealth-Besatzung von englischen und australischen Soldaten. Das Flugzeug stürzte laut Wieman am 5. Januar 1945 gegen 15 Uhr zwischen Limburgerhof und Mutterstadt an der heutigen L 533 ab. Sechs Insassen konnten demnach mit dem Fallschirm abspringen und wurden gefangen genommen. Zwei Insassen fanden den Tod, darunter Flying Officer Francis Henry Ross Kemp, 20 Jahre alt, aus Australien.

Die IG Heimatforschung bittet in beiden Fällen um Hinweise von Zeitzeugen, gerne auch zu anderen historischen Themen oder weiteren Abstürzen.

Kontakt

Erik Wieman, Telefon 0173/8241746, oder E-Mail an kontakt@ig-heimatforschung.de.