Rhein-Pfalz Kreis Gut leben in Mutterstadt

«Mutterstadt.»Die Gemeinde soll lebenswert bleiben. Für junge Menschen, aber auch für ältere. Deshalb hat die SPD einen Antrag an die Gemeinde gestellt. In Zukunftswerkstätten sollen Möglichkeiten der Teilhabe und Ansatzpunkte für ein gutes Miteinander der Generationen erarbeitet werden.
Etwa die Hälfte der rund 13.000 Einwohner Mutterstadts sei über 50 Jahre alt, berichtet Hannelore Klamm (SPD). Die Altersstruktur werde sich weiter verändern. „Die Zahl der jüngeren Menschen nimmt ab, die der älteren Menschen steigt stetig an.“ Zusammen mit den sich ändernden Haushalts- und Familienstrukturen stelle das die Gemeinde vor neue Herausforderungen, die die Versorgung und Betreuung von Menschen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf betreffen. „Lokale Strukturen der Sorge und der Mitverantwortung nehmen vor diesem Hintergrund an Bedeutung zu“, findet Klamm. Daher hat die SPD Mutterstadt einen Antrag zum Thema „Gutes Leben im Alter in Mutterstadt“ an die Gemeinde gestellt. Dieser entstand nach Angaben des Ortsvereins nach intensiven Gesprächen mit der Ökumenischen Sozialstation Limburgerhof. Die Idee: Gemeinsam mit der Ökumenischen Sozialstation, den ansässigen Pflegevereinen, den Kirchen, den Vertretern der Gemeinde und den Bürgern sollen in Zukunftswerkstätten Möglichkeiten der Teilhabe und Ansatzpunkte für ein gutes Miteinander der Generationen erarbeitet werden. In den Veranstaltungen, den Zukunftswerkstätten, soll diskutiert werden, was vor Ort für ein gutes Leben im Alter benötigt wird. Die Teilnehmer sollen dafür gewonnen werden, sich aktiv an Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen zu beteiligen. Die Zukunftswerkstätten sind in drei Arbeitsphasen gegliedert: Bestandsaufnahme und Kritik, in der Missstände benannt werden, Fantasie und Utopie, in der Wünsche zusammengetragen werden sowie Verwirklichung und Umsetzung, in der konkrete Projektvorschläge erarbeitet werden. Die Werkstätten, etwa sechsstündige Veranstaltungen an einem Samstag, benötigen laut Klamm eine professionelle Moderation. Daher – so der Wunsch der SPD – soll die Gemeinde beim Land oder der Landeszentrale für Gesundheit Fördergelder beantragen.