Waldsee
Grünes Licht für Häuser im See
Die Firma Rohr möchte im Wolfgangsee südlich des Kieswerks zehn möglichst energieautarke schwimmende Häuser errichten, die über einen gemeinsamen Steg vom Land aus zugänglich sind. Dazu hatte der Ortsgemeinderat vor zwei Jahren schon Zustimmung signalisiert. Nun haben die Ratsmitglieder gegen die Stimmen der SPD-Fraktion beschlossen, dass ein Bebauungsplan für dieses Projekt aufgestellt und die Fläche im Flächennutzungsplan, der derzeit erstellt wird, eingetragen werden soll. Die Kosten dafür hat die Firma Rohr zu übernehmen. Bevor es aber an die Planung geht, muss ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Ortsgemeinde und der Firma Rohr geschlossen werden und da können die Anliegen, die die Ratsmitglieder jetzt schon haben, berücksichtigt werden. So kam von vielen Seiten der Wunsch, dass die Häuser nicht als Ferienwohnungen vermietet werden dürfen. Schon jetzt ist ausgeschlossen, dort dauerhaft zu wohnen. Ortsbürgermeisterin Claudia Klein (CDU) betonte, dass die Gemeinde weder Aufwand noch Erträge finanzieller Art durch das Projekt habe. Es sei aber ein Leuchtturmprojekt, das zeige was alles möglich sei. Auf eine Abgabe der künftigen Hauseigentümer an die Gemeinde, wie sie sich Wolfgang Berl (CDU) wünschte, hat die Gemeinde keinen gesetzlichen Anspruch, sie könne aber vereinbart werden, informierte Bauabteilungsleiter Frank Juchem. Auch ob Grundsteuer erhoben werden kann, wie es sich Jochen Scheffel (FWG) wünschte, wird noch geprüft.
Neuer Feuerwehr-Standort wird geprüft
Ob das Feuerwehrhaus an einen neuen Standort verlegt wird, weil der bisherige in der Ortsmitte alles andere als optimal ist, steht noch längst nicht fest. Die CDU hatte beantragt, dass die Verwaltung mögliche Alternativ-Standorte prüfen solle. Dagegen hat im Ortsgemeinderat prinzipiell niemand etwas einzuwenden, der Antrag wurde einstimmig angenommen. Wolfgang Kühn (SPD) bestand jedoch darauf, dass die Prüfung ergebnisoffen geschehen solle, die Situation in den anderen Feuerwehrhäusern berücksichtigt werde und geprüft werden müsse, ob es dafür überhaupt finanzielle Zuschüsse vom Land geben könne.