Rhein-Pfalz Kreis Geschäftsführerstelle denkbar

Auch Bienen können profitieren, wenn „Eh da“-Flächen genutzt werden, sagen die Grünen.
Auch Bienen können profitieren, wenn »Eh da«-Flächen genutzt werden, sagen die Grünen.

«Bobenheim-Roxheim.» Die Grünen im Rhein-Pfalz-Kreis würden gern mit benachbarten Stadt- und Kreisverbänden der Partei zusammenarbeiten, um im kommenden Kommunalwahlkampf Kräfte sparen und effektiver sein zu können. Das wurde in der Mitgliederversammlung am Freitag in Bobenheim-Roxheim deutlich.

Eine von mehreren Verbänden finanzierte administrative Arbeitsstelle sei wünschenswert, sagte im Namen des Vorstands Kreistagsmitglied Elias Weinacht in der Sitzung im Heimatmuseum. Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen bezuschusse solche Geschäftsführerstellen. Weinacht sieht in den Kommunalwahlen 2019 „einen großen Kraftakt“ für die Grünen, größer als bei der Landrats- und der Bundestagswahl. „Viele kleine Kreisverbände wurschteln alleine herum, das sollte sich ändern“, sagte Weinacht. Es müsse aber nicht unbedingt mittels einer bezahlten Geschäftsführerstelle sein. Zur von 33 Grünen-Mitgliedern besuchten Versammlung waren Parteileute aus dem Kreis Bad Dürkheim gekommen. Sie befürworteten eine Zusammenarbeit, baten jedoch ebenso wie Schatzmeisterin Brigitte Meißner um weitere Beratungen in den Vorständen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Rhein-Pfalz-Grünen soll die Förderung der Artenvielfalt im Landkreis sein. Dazu hielt der Zoologe und Insektenfachmann Christoph Künast ein Impulsreferat über das Konzept der „Eh da“-Flächen. Das sind hauptsächlich ungenutzte Grünstreifen, die man mit von Insekten bevorzugten blühenden Pflanzen bestücken könnte. Für solche kommunalen Projekte suche die „Eh da“-Initiative noch viele Mitstreiter, sagte der Professor und gab den Grünen einige Hinweise, wie man dabei am besten vorgeht. Ein anderes wichtiges Anliegen ist dem Kreisverband ein sicheres Radwegenetz im Rhein-Pfalz-Kreis. Dazu wurde vergangene Woche ein vierseitiges Papier erstellt, das Mängel an der bestehenden Infrastruktur für Radfahrer aufführt und Ziele benennt, zum Beispiel eine bessere Beschilderung von übergeordneten Routen. Viele Radwege endeten unvermittelt an der Ortsgrenze oder auf dem freien Feld, sodass der Fahrer auf die Straße ausweichen müsse. Als „Katastrophe“ bezeichnete es Weinacht, dass der Kreistagsbeschluss von 2013 für einen Nahverkehrsplan noch immer nicht umgesetzt sei. Die Kreis-Grünen haben nach Angaben ihres Vorsitzenden Armin Grau mehr als 120 Mitglieder. Am 14. März soll in Dannstadt-Schauernheim der zehnte Ortsverband im Kreis gegründet werden.

x