Rhein-Pfalz Kreis Für unvergessliche Momente

Pia Kaiser singt gerne romantische Titel und mag es, dass sie mit ihrer Stimme Hochzeiten bereichern kann.
Pia Kaiser singt gerne romantische Titel und mag es, dass sie mit ihrer Stimme Hochzeiten bereichern kann.

«Mutterstadt.»„Ich bin die Balladen-Queen“, sagt Pia Kaiser über sich und lächelt. Romantische Musik hat es der Mutterstadterin angetan. Deshalb untermalt sie als Sängerin besonders gerne Hochzeiten und Taufen. Ihr Credo: Die Emotionen beim Gesang müssen stimmen. Denn sie will die Menschen mit ihrer Stimme berühren.

Mütterliche Liebe gepaart mit Talent und Zufall – Pia Kaisers Anfang als Hochzeits- und Taufsängerin ist so wohl am besten zu beschreiben. Zur Taufe ihres heute zehnjährigen Sohnes hat sie gesungen. „Es war das Lied ,Wunderbarer Hirt‘“, erzählt die 39-Jährige. Das Stück und die Umsetzung hat ein Paar in der Kirche so berührt, dass es Kaiser prompt als Sängerin für die bevorstehende Taufe seines Kindes gebucht hat. „Sie wollten eigentlich nur den Ablauf der Taufe sehen und haben deshalb am Gottesdienst teilgenommen“, erzählt Pia Kaiser. „Und so kam der Stein ins Rollen. Wir sind heute noch befreundet.“ Die junge Mutter habe durch das Engagement neue Motivation und ihre „Heimat in Balladen gefunden“, sagt die medizinische Fachangestellte, die in Ludwigshafen arbeitet. Pia Kaiser wurde die Musikalität in die Wiege gelegt. Ihr Vater spielt Schlagzeug und hat in einer Band gesungen. „Singen ist mein Ausgleich, es bringt mich runter und lässt mich meine innere Mitte finden“, erzählt die gebürtige Frankenthalerin, die mit ihren beiden Söhnen, Hund und Partner Mike Roos in Mutterstadt lebt. Früher sei sie „eher von der Unter-der-Dusche-singen-Fraktion“ gewesen. Mit gut 20 Jahren hat sich das jedoch geändert. Ihre Jazz-Dance-Lehrerin hat sie damals zu Musical-Castings ans Mannheimer Capitol vermittelt. Pia Kaiser und ihre Stimme kamen an. In der zweiten Auflage von „Human Pacific“ im März 2000 sang sie im Chor. Bei „Blutsbrüder“ im Oktober 2000 hatte sie eine Einzelrolle. „Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit“, erinnert sie sich und erzählt von täglichen Proben in Mannheimer Lagerhallen. Parallel zu den Musical-Engagements stand sie als Sängerin eines Duos auf der Bühne. Zwar sei es eine schöne Zeit gewesen, aber „sich immer die Nächte um die Ohren zu schlagen“, sei langfristig nichts für sie gewesen. Und: „Ich kann zwar aus mir rausgehen, aber ich bin eher die Balladen-Queen.“ Über ihre Heirat und die Geburt ihrer beiden Söhne hat sie den öffentlichen Gesang ruhen lassen – eben bis zur Taufe ihres ältesten Sohnes. Über Mund-zu-Mund-Propaganda kamen im Laufe der Jahre immer mehr Auftritte zustande. Und die sind für die Sängerin immer etwas Besonderes. „Ich habe mein Hobby zum Nebenberuf gemacht“, sagt Pia Kaiser und lacht. „Aber ich bin immer nervös.“ Von Mai bis September werde sie meist gebucht. „Es kann sein, dass monatelang nichts ist und dann kommen mehrere Aufträge hintereinander.“ Da die in der Regel am Wochenende sind, lasse sich das Singen auch mit ihrem Hauptberuf gut verbinden. In dem muss sie übrigens auch einmal im Jahr ans Mikro – bei der Weihnachtsfeier. „Ich singe rein nach Gehör“, sagt Pia Kaiser, die sich stimmlich im Mezzosopran einordnet. Als Kind habe sie Keyboard gelernt, sich auch am Klavier probiert. „Aber es reicht nicht, um mich selbst zu begleiten.“ Das muss es auch nicht. Die Mutterstadterin setzt auf Halbplaybacks – sprich: Die Musik kommt vom Band, sie singt live. Titel wie „The Rose“ von Bette Midler zum Beispiel. Oder „Hallelujah“ von Rufus Wainwright. „Es sind schöne Titel, ich singe sie gerne“, sagt Pia Kaiser. „Einer von ihnen ist meistens dabei.“ Aber auch deutsche Lieder seien bei Brautpaaren im Kommen – vermehrt bei den Bräuten, die sich um die Organisation kümmern. Stücke von Silbermond oder auch von Schlagerkönigin Helene Fischer. „Ich singe Helene Fischer sehr gerne. Ich finde, sie steht mir von der Stimmfarbe her gut.“ Wichtig ist Pia Kaiser vor allem, den Brautpaaren und den Familien einen unvergesslichen Tag mit ihrer Stimme zu bereiten und die Zuhörer zu berühren. „Ich habe da einen Anspruch an mich: Es ist der eine Moment und da muss alles sitzen.“ Dabei müssen natürlich auch die Emotionen in der Stimme passen. „Ich will die richtigen Gefühle rüberbringen, die Lieder nicht einfach nur runtersingen“, betont die 39-Jährige. Dass sie selbst von ihren Gefühlen übermannt wird bei einem Auftritt, sei glücklicherweise noch nicht passiert. Emotional sei es trotzdem immer. So wie bei der freien Trauung ihres Bruder in diesem Jahr. Ein unvergesslicher Moment, den sie gerne mit ihrer Stimme bereichert hat. Im Netz www.pia-kaiser-romantikvoice.de

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