Rhein-Pfalz Kreis „Es geht schließlich um die Sicherheit“
«Bobenheim-Roxheim.»Vergangene Woche haben Polizei, Ordnungsamt und Freiwillige Feuerwehr in Bobenheim-Roxheim überprüft, wie gut Einsatzkräfte mit größeren Fahrzeugen durch die Dorfstraßen kommen. Dabei wurden nicht nur bauliche Engstellen begutachtet, sondern auch etliche Parksünden festgestellt. Darüber haben wir mit Wehrleiter Kai Neiheiser gesprochen.
Wir sind von 18 bis 20 Uhr verschiedene Wege mit dem Feuerwehrfahrzeug, das bei einem Einsatz fast immer zuerst ausrückt, abgefahren. Dabei haben wir kontrolliert, ob und wo falsch geparkt wird und ob Autos den Mindestabstand von fünf Metern bis zur Kreuzung oder dem Scheitelpunkt einer Straßenecke einhalten. Dieser Abstand wird oft unterschätzt. Wenn die Leute mal die Ausmaße so eines Fahrzeugs vor Augen haben, verstehen sie eher, wie viel Platz sie beim Parken freihalten müssen. Das heißt, sie haben bewusst für Aufsehen gesorgt? Wir wollten keine Knöllchen verteilen, sondern die Bürger für das Thema sensibilisieren, das übrigens nicht nur die Feuerwehr betrifft, sondern auch Rettungsdienste und das Technische Hilfswerk. Es geht schließlich um die Sicherheit der Bürger. Bei der Aktion haben sich tatsächlich auf den Straßen Diskussionen entwickelt, und wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen. Gott sei Dank lief es beim Abfahren der neuralgischen Stellen, vor allem in den engen Straßen, ganz gut. Was machen die Einsatzkräfte denn im Notfall, wenn wegen eines Falschparkers kein Durchkommen ist? Wegschieben oder abschleppen lassen? Das würde zu viel Zeit kosten. Meist suchen wir einen anderen Anfahrtsweg, und wenn das auch nicht geht, müssen wir anhalten und die Einsatzmittel zum Einsatzort tragen. Beides bringt einen Zeitverzug, der dramatisch sein kann, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Deshalb ist es ja so wichtig, dass unsere Fahrzeuge überall gut durchkommen und alle Kurven nehmen können. In dem Zusammenhang wäre es schön, wenn alle, die eine Garage besitzen, sie auch für ihr Auto benutzen würden. | Interview: Waltraud Werdelis