Rhein-Pfalz Kreis Erfolg für Forschung: Sauberes Wasser

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Aus Abwasser wird sauberes Wasser: Der Universität Landau ist es gelungen, „eine vierte Reinigungsstufe für Kläranlagen in den Pilotmaßstab zu überführen“, informiert Professorin Katrin Schuhen. Diese könne nicht nur gelöste organische Verbindungen wie Medikamente eliminieren, sondern auch Mikroplastik.

Erstmals vorstellen wird die AG Organische und Ökologische Chemie der Universität Landau diese Innovation auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, die am 14. Mai in München ihre Pforten öffnet. „Die Produkte und das Verfahren Wasser 3.0 arbeiten nicht nur effizient und nachhaltig, sondern auch auf der Anlagenseite kostengünstig, da es auf eine platzsparende Containerlösung setzt“, erläutert Schuhen das Projekt. Entwickelt werde eine Anlage, die weltweit eingesetzt werden kann. 2012 gestartet, hat sich das Verfahren Wasser 3.0 mit dem Ansatz, anorganisch-organische Hybridkieselgele gegen unerwünschte Spurenstoffe einzusetzen, einen Namen gemacht. Die Wissenschaftler haben die Technologie gemeinsam mit dem Karlsruher Spezialchemikalienhersteller abcr GmbH sowie Anlagenbauern und Prozessingenieuren der Zahnen Technik GmbH aus Arzfeld entwickelt. Wasser 3.0 ist das erste Verfahren, das in einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen gleichzeitig gelöste „Stressoren“ wie Medikamentenrückstände sowie im Wasser schwebende feste Teilchen, zu denen Mikroplastik gehört, entfernen kann. Der Vorteil der Methode sind platzsparende Systeme im Containermaßstab statt aufwendiger Bauten. Die Pilotversuche gingen 2017 in der Kläranlage des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau über die Bühne. Das Prinzip: Hybridkieselgele im Abwasser lösen eine chemische Reaktion aus, die Schadstoffe bindet und Partikel in Tennisballgröße bildet. Diese schwimmen auf der Oberfläche und werden einfach abgeschöpft. Die Abfallprodukte landen nicht im Klärschlamm, sondern können direkt recycelt werden.

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