Rhein-Pfalz Kreis Ein Symbol für jede Ortsgemeinde

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Nach dem Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwoch auch der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim den Wappenentwurf des Griesheimer Heraldikers Dieter Krieger abgesegnet – und das in seiner Sitzung genau ein Jahr nach der Fusion. Die Flagge der VG wird künftig weiß-rot gestreift sein. Damit setzten sich CDU und SPD gegen die Freien Wähler durch, die für eine gelb-schwarze Farbgebung votiert hatten.

Die Grundlage für das von Krieger ausgearbeitete Wappen bildete ein Bürgerentwurf, der als Sieger aus einem von der Verbandsgemeinde ausgerufenen Ideenwettbewerb hervorgegangen war. Dieser konnte jedoch nicht eins zu eins übernommen werden, weil das Landesarchiv aus heraldischen Gründen Korrekturen gefordert hatte. So kam der Profi Dieter Krieger ins Spiel, der nach eigener Aussage seit 35 Jahren Familien- und Gemeindewappen entwirft. Sein Vorschlag eines dreigeteilten Wappens fand Mitte Juni die Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses der VG (wir berichteten). Am Mittwoch erläuterte Krieger seinen Entwurf im Rat. Im Zentrum stehen die namensgebenden Gemeinden Lambsheim (goldener Löwe mit rot-weißem Schild) und Heßheim (drei goldende Sterne). Die Symbole für die restlichen vier Gemeinden finden sich in den Feldern links und rechts darüber: der Eichenzweig für Groß- und Kleinniedesheim, Schlüssel und Schwert für Beindersheim und der Ährenstrauß (Heuchelheim). Das umrahmende Schildbord sei Pflicht für jede Verbandsgemeinde, erklärte Krieger. Hier ist es ebenfalls gelb-schwarz gehalten. Wie zuvor der Haupt- und Finanzausschuss erteilte auch der Verbandsgemeinderat dem Wappen einhellig seine Zustimmung. „Das Wappen gefällt uns sehr gut. Von jeder Ortsgemeinde ist etwas drin“, sagte FWG-Fraktionschef Klaus Hug. Es wurde inzwischen auch vom Landesarchiv in Speyer begutachtet. „Das Wappen entspricht voll den heraldischen Regeln und der Geschichte der Verbandsgemeinde“, verlas Verbandsbürgermeister Michael Reith (SPD) eine Stellungnahme des Landesarchivs. „Damit sind wir auf der sicheren Seite“, sagte der Verwaltungschef und freute sich darüber, dass die im Januar mit dem Bürgerwettbewerb angestoßene Wappenfindung nun zu einem Ende kommt. Fraktionsübergreifende Zustimmung fanden auch die von Krieger ausgearbeiteten Entwürfe für das Dienstsiegel und eine Verdienstmedaille, die in ihrem Zentrum das Wappen zeigen. Für die flankierende Schrift – Rheinland-Pfalz und VG Lambsheim-Heßheim steht auf dem Siegel, „merito de civitate praemium“ (für Verdienste an der Gemeinde zum Lohn) und VG Lambsheim-Heßheim auf der Verdienstmedaille –, solle noch ein einheitlicher Schrifttyp gefunden werden, regte Klaus Hug an. Ins Auge sprang den Ratsmitglieder auch ein kleiner Schreibfehler: In beiden Entwürfen fehlte im Wort Lambsheim der Buchstabe „b“. Der werde selbstverständlich noch ergänzt, sagte Dieter Krieger. Geteilter Meinung waren die Fraktionen dagegen bei der Farbgebung für Fahne und Flagge, in deren oberen Teilen das Wappen prangt. Wichtig sei, dass hier Farbtöne verwendet würden, die auch im Wappen vorkämen, erläuterte der Heraldiker. Möglich seien also die Kombinationen Gelb-Schwarz oder das von Lambsheim kommende Rot-Weiß, entweder in gestreifter oder karierter Form. Während die Freien Wähler für die Farben Gelb und Schwarz votierten (Hug: „Die Flagge sollte so wie das Wappen gehalten sein“), setzte die Koalition aus CDU und SPD mit ihrer Mehrheit Weiß (links) und Rot (rechts) in zwei gestreiften Feldern durch. „Rot-Weiß sieht frischer aus“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzende Angela Haller. Dieter Krieger kündigte an, die Entwürfe für Siegel und Verdienstmedaille bis Mitte nächster Woche zu überarbeiten. „Dann werden wir die Originale zusammen mit der Stellungnahme des Landesarchivs ans Innenministerium schicken“, sagte Bürgermeister Reith. (gnk)

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