Altrip RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Schiff entsteht: Der Rumpf wird erkennbar

Sieht doch schon ein bisschen nach Schiff aus.
Sieht doch schon ein bisschen nach Schiff aus.

Die Gerda wird ersetzt. Das alte Fährschiff, das zwischen Altrip und Mannheim pendelt, wird 2025 ersetzt. Wir begleiten die Baufortschritte an der neuen Fähre.

Regelmäßige Besuche müssen sein. Für weitere Absprachen. Aber auch aus Neugier. Schließlich erlebt man nicht alle Tage, wie ein neues Schiff entsteht. Dazu eines, das quasi vor der Haustür fahren wird. Jürgen Jacob, Geschäftsführer der Rheinfähre Altrip GmbH, ist mit seinem technischen Betriebsleiter Ralf Chevalier wieder einmal zur Lux-Werft in Niederkassel bei Bonn gereist, um den Baufortschritt an der neuen Altriper Fähre in Augenschein zu nehmen. „Man kann sagen: Es geht voran!“, teilt Jacob mit. „Wir waren erstaunt, wie weit der Neubau bereits vorangeschritten ist. Sämtliche Querspanten auf der gesamten Rumpflänge von 40 Metern sind eingebaut, weiterhin die Tankanlagen und ein Großteil der Rohrleitungen.“

Im August hatte Jacob von der Kiellegung der Fähre berichtet. Wie der Name vermuten lässt, wird der Kiel eines Schiffs ausgelegt. Es ist der Startpunkt für den Neubau. Etwas über eine Jahr später soll die neue Fähre fahren. Die Inbetriebnahme ist für September 2025 geplant. Mehr als fünf Jahre hat es gedauert, bis der Bauvertrag für die neue Fähre unterschrieben werden konnte. 2018 war der Entschluss gefallen, das alte Schiff, die Gerda, zu ersetzen.

Das neue Schiff soll auf jeden Fall gewisse Bedingungen erfüllen. „Eine ganz wichtige ist“, sagt Jacob, „dass die Fähre auch bei Niedrigwasser fahren kann.“ Immer öfter komme es schließlich vor, dass der Rhein sehr wenig Wasser führe. Ein Schiff, das auch bei Niedrigwasser unterwegs ist, braucht ein gewisses Auftriebsvolumen. Damit muss die neue Fähre eine größere Fläche haben. Sie wird Jacob zufolge deshalb 54 Meter lang und 14 Meter breit. Die Gerda ist 46 Meter lang und elf Meter breit. Die neue Größe bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Das Schiff kann mehr Pkw transportieren. 21 Mittelklassewagen können bislang mit an Bord. Künftig werden es bis zu 35 sein. Das neue Schiff wird außerdem vier Standspuren haben. Eine soll für Radfahrer reserviert sein, damit sich diese nicht wie jetzt im morgendlichen oder abendlichen Pendlerverkehr zwischen die Autos quetschen.

Ein bisschen neues Schiff ist nun also bereits erkennbar. „Ich bin schon gespannt, was wir beim nächsten Besuch sehen werden“, meint Jürgen Jacob.

Der Blick von oben.
Der Blick von oben.
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