Rhein-Pfalz Kreis Ein Kleiderhäuschen für Mutterstadt

Die Vorbereitungen für den Eröffnungstag laufen. Die Helfer Alp Acar, Esther van Recum, Hussein Fadakar und Siglinde Pollmer (vo
Die Vorbereitungen für den Eröffnungstag laufen. Die Helfer Alp Acar, Esther van Recum, Hussein Fadakar und Siglinde Pollmer (von links) kümmern sich, damit das Kleiderhäuschen gut anläuft.

«Mutterstadt.»Gut erhaltene Kleidung wird ab Donnerstag, 1. Februar, im Kleiderhäuschen in Mutterstadt verkauft. Der Kreisverband Rhein-Pfalz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist Träger der neuen Kleiderkammer für Jedermann in der Gemeinde.

Fein säuberlich hängen Mäntel und Hemden auf den Kleiderständern. Die Schuhe stehen in Reih und Glied im Regal und in Kisten liegt ordentlich gefaltete Wäsche. Siglinde Pollmer hat alles gut vorbereitet. Und: Sie hat Erfahrung. Seit 20 Jahren hilft sie ehrenamtlich in der Kleiderkammer des DRK in Schifferstadt. Nun baut sie die Verkaufsstelle in Mutterstadt mit auf. „Wichtig ist, dass die Kleidung gut erhalten ist“, sagt sie. Deshalb müssen zum Beispiel Reißverschlüsse kontrolliert und Socken auf Löcher untersucht werden. „Und sauber muss sie sein.“ Sonst, sagt Pollmer, könne die Kleidung nicht verkauft werden. Was in dem leerstehenden Gebäude neben der Kreisgeschäftsstelle angeboten wird, stammt zum Beispiel aus Altkleidercontainern, die das DRK in den Gemeinden aufstellt. „Viele Gemeinden haben unsere Container verbannt“, erzählt Monika Kreitmann, Mit-Organisatorin des Kleiderhäuschens. So sei die Idee entstanden, eine Kleiderstube in Mutterstadt zu eröffnen. „Denn mit den Erlösen wollen wir ja soziale Projekte unterstützen.“ Der passende Ort war schnell gefunden: das leerstehende Gebäude neben der Kreisgeschäftsstelle in der Speyerer Straße. Das Haus ist im Besitz der Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH und soll in den kommenden Jahren für die neue Rettungswache weichen. „Wir hoffen, dass noch zwei oder drei Jahre ins Land gehen und wir es so lange als Kleiderhäuschen nutzen können“, sagt Kreitmann. Abgegeben werden kann Kleidung für jedes Alter in der Geschäftsstelle, in den Altkleidercontainern oder im Kleiderstübchen. Wer mag, sagt Pollmer, könne aber auch Spielzeug und Haushaltswaren wie Geschirr vorbeibringen. Sie und Hussein Fadakar nehmen die Artikel zu den Öffnungszeiten entgegen. Der 27-Jährige ist afghanischer Flüchtling und leistet seit September 2017 einen Bundesfreiwilligendienst beim DRK Kreisverband Rhein-Pfalz ab. „Er spricht gut Deutsch“, sagt Kreitmann. Nur beim Pfälzischen hapere es manchmal. „Wir sind froh, dass er uns unterstützt.“ Nicht nur in der Kleiderkammer, sondern auch handwerklich. „Wir suchen für ihn einen Ausbildungsbetrieb für eine handwerkliche oder eine soziale pflegerische Tätigkeit“, erzählt Kreitmann. Bis es soweit ist, arbeitet er unter anderem mit Siglinde Pollmer im Kleiderhäuschen. Die hofft auf großen Zuspruch – auch schon in den ersten Tagen. Scheuen müsse sich niemand, die Preise seien günstig, das Angebot groß und für Jedermann gedacht Noch Fragen? Das Kleiderhäuschen in der Speyerer Straße 141 in Mutterstadt ist von Donnerstag bis Samstag, 1. bis 3. Februar, von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Ab 9. Februar ist immer freitags von 10 bis 15 Uhr und samstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Wer sich im Kleiderhäuschen engagieren möchte, kann sich bei Monika Kreitmann unter Telefon 06234/2200 melden.

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