Rhein-Pfalz Kreis Duftes Gemeinschaftsleben
Er ist nicht ins Wasser gefallen: der „Konfi-Tag“, das Treffen der Konfirmanden im Dekanat Frankenthal von Freitag auf Samstag. 93 Jugendliche hatten sich angemeldet, um am Bobenheim-Roxheimer Altrhein am Freitag gemeinsam zu paddeln, zu grillen und in Zelten zu übernachten. Trotz Regen übten alle das Wassern und Anlanden. Pfarrer Ralf Hettmannsperger freute sich, dass sich über 90 Prozent der Konfirmanden freiwillig zu diesem gemeinsamen Erlebnis angesagt hatten.
„Paddeln bei Regen, das war super!“, sagte die zwölfjährige Alicia Mwosu aus Frankenthal. In diesem Jahr wollte Pfarrer Hettmannsperger etwas Neues ausprobieren und fand mit dem Wassersportverein Roxheim einen „tollen Kooperationspartner, der sich offen zeigte“. Bisher wurden häufig Fußballturniere zum „Konfi-Tag“ angeboten, aber zuletzt hatten enttäuschenderweise wenige der Gemeinden mitgemacht, erzählt Hettmannsperger. „Bei einem Turnier geht es immer ums Siegen. Und wer sich auskennt, kann sich hervortun“, sagt Hettmannsperger. „Beim Paddeln sind alle gleich.“ Das Konzept ging offenbar auf; es hatten sich viel mehr als die erwarteten 70 Jugendlichen angemeldet. „Am besten hat mir aber immer noch gefallen, dass wir so viele neue Freunde kennenlernen konnten“, meinte Jana Mill (12) aus Bobenheim-Roxheim. Und genau um dieses „dufte Gemeinschaftsleben“ ging es dem Pfarrer: Dass man gemeinsam spielt, eine Andacht hält und grillt. Vor allem auf die Lagerfeuerromantik freute sich der Pfarrer schon im Vorfeld. „Mit dem Rauch um die Nase kann man in den Sternenhimmel gucken. Wer von den Stadtkindern hat schon die Milchstraße mal bewusst wahrgenommen? Von der Schöpfung kann man nicht nur erzählen, man muss sie auch genießen.“ Und gemeinsam am Lagerfeuer Gitarre zu spielen und zu singen, mache die Seele frei. Das Naturerlebnis samt Übernachten in zwei großen Zelten, geliehen von den Lambsheimer Pfadfindern, kam jedenfalls gut an. Mareike Haderthauer (13) aus Bobenheim-Roxheim sagte: „Die Nachtwanderung mit den Fackeln fand ich mal richtig spannend.“ Pfarrer Hettmannsperger hofft, jedes Jahr eine solch große Veranstaltung aus den eigenen Reihen und mit eigenen Mitteln organisieren zu können. Das habe heuer vor allem geklappt, weil der Wassersportverein sogar relativ kurzfristig so problemlos mitzog.