Rhein-Pfalz Kreis Drogeriemarkt kommt nicht

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Die Gemeinde Bobenheim-Roxheim wird ihr rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück im Südring zwischen den Einkaufsmärkten Globus und Aldi an Globus verkaufen. Das hat der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen. Beide Unternehmen hatten sich für den derzeit als Park- und Flohmarktfläche genutzten Platz interessiert.

Die Entscheidung sei nach Abwägung aller Vor- und Nachteile gefallen, berichtet Bürgermeister Michael Müller (SPD) aus der Beratung, von der sich die Fraktion der Wir Bürger gewünscht hätte, sie wäre öffentlich gewesen. Doch Grundstücksangelegenheiten, in denen Kaufpreise und sensible Informationen über die Vertragspartner genannt werden, sind in aller Regel hinter verschlossenen Türen zu behandeln. Das Ergebnis und den Hintergrund darf der Bürgermeister aber auf Anfrage der Presse dennoch erläutern. Demnach war Anfang des Jahres im Gespräch gewesen, dass Aldi das Grundstück der Gemeinde kauft und – sofern die Behörden mitspielen – darauf einen Drogeriemarkt ansiedelt (wir berichteten). Das Problem dabei für den Nachbarn Globus: Der Markt würde aufgrund seines Sortiments eine ernsthafte Konkurrenz bedeuten, und es könnte auf dem Gelände kein Flohmarkt mehr stattfinden. Von dieser regelmäßigen Veranstaltung zwölfmal im Jahr an einem Donnerstag glaubt die Marktleitung laut Müller zu profitieren, weil Menschen in den Südring gelockt würden. Als störend empfinde den Trödelmarkt dagegen die Filialleitung von Aldi, weil er auf dessen Parkplatz zu chaotischen Verhältnissen führe und die eigene Kundschaft beeinträchtige. Ende April stellte Globus dem Bauausschuss die Idee eines Gartens für die eigenen Mitarbeiter, die Kunden und Bobenheim-Roxheimer Bürger vor (wir berichteten) und bat darum, die Gemeinde möge dafür den Parkplatz zwischen den beiden Märkten an Globus abtreten. „Da waren wir ja ein bisschen enttäuscht, weil wir uns so einen Garten eher im Zentrum der Gemeinde wünschen würden“, erinnert Müller an die damaligen Wortmeldungen im Ausschuss. Der Gemeinderat habe sich in einem Dilemma befunden. „Letztlich haben wir folgenden Kompromiss gefunden“, berichtet der Bürgermeister: „Das Grundstück als reiner Parkplatz darf Globus bekommen, wenn dafür der Flohmarkt dort entfällt, der eventuell auf dem Kurpfalzplatz umziehen könnte. Globus soll außerdem seinen Gemeinschaftsgarten in der Nähe des Bolzplatzes auf der Rathauswiese anlegen.“ Dieser Beschluss sei letztlich auch als „Fürsorge für ein bereits angesiedeltes Unternehmen“ zu sehen, dessen Geschäftsleitung den Bedingungen zugestimmt habe. Auch die Leitung der Aldi-Filiale wisse inzwischen Bescheid. Müller: „Im nächsten Schritt werden wir im September mit dem Flohmarktbetreiber sprechen, ihm die Kündigung zum Jahresende mitteilen und ihm den Kurpfalzplatz anbieten.“ (ww)

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