Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dauerhafte Impfstelle kommt in ehemalige Sparkasse

Bislang war die Kreissporthalls das Impfzentrum.
Bislang war die Kreissporthalls das Impfzentrum.

Vereine und Schulen wird es freuen: Der Rhein-Pfalz-Kreis räumt die Kreissporthalle in Schifferstadt. Ein neuer Ort zum Impfen ist gefunden.

Die Pandemie ist aktuell nur noch ein kleines Thema – Masken fallen, Corona-Regeln werden gelockert oder sind bereits aufgehoben. Auch das Impfgeschehen geht immer weiter zurück, heißt es von der Kreisverwaltung. Deshalb stuft sie die Kreissporthalle als Impfzentrum über die Sommerferien hinaus als „mehr als unzweckmäßig“ ein. Zumal Vereine und Schulen mit den Hufen scharren und die Sportstätte wieder in Beschlag nehmen wollen, etwa die Handballer der Spielgemeinschaft Dudenhofen-Schifferstadt.

Gleichwohl bleibt das Impfen eine Aufgabe des Kreises, sagt Landrat Clemens Körner (CDU). Er geht davon aus, dass ein ergänzendes staatliches Impfangebot zur Unterstützung der Hausärzte ab 2023 sogar eine Daueraufgabe wird. „Das Gesundheitsministerium muss Klarheit schaffen, bevor wir mit den drei Oberbürgermeistern ins Gespräch gehen“, sagt Körner. Denn das Kreisgesundheitsamt ist auch für Ludwigshafen, Speyer und Frankenthal zuständig. „Wir erwarten Angebote von den Städten, wo eine ständige Impfstelle eingerichtet werden kann“, sagt Körner, „wir machen es ja genauso.“

Teppich muss raus

Denn für die Kreisbürger hat die Verwaltung derweil eine Lösung gefunden. Die ständige Impfstelle wird in der ehemaligen Sparkasse in Schifferstadt eingerichtet. Der Kreisausschuss hat bei einer Nein-Stimme der AfD entschieden, dass der Kreis die entsprechenden Räume in der Bahnhofstraße 37 mieten soll, vorerst bis Ende 2024. „Diese Idee wird vom Land akzeptiert und für gut befunden“, sagt Körner. Bevor in der ehemaligen Bank geimpft werden kann, sind ein paar Umbauarbeiten nötig. So muss beispielsweise der Boden ausgetauscht werden, denn wo geimpft wird, darf kein Teppich liegen.

Zu Beginn startet die Impfstelle mit zwei Behandlungsräumen, bei Bedarf kann die Kapazität hochgefahren werden, sagt Kreisimpkoordinator Tilo Meinke. Etwa, wenn Bund oder Land im Herbst eine weitere Booster-Kampagne anstoßen. „Es ist doch evident, dass eine weitere Impfung nötig wird“, sagt Jürgen Creutzmann (FDP). Corona ist aktuell zwar nur ein kleines Thema. Aber das kann sich auch wieder ändern.

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