WALDSEE RHEINPFALZ Plus Artikel Campinggebiet „Auf der Au“: Auf die Eigentümer kommt es an

Campingplatz-Idylle: Die Camper hoffen, dass es „Auf der Au“ auch über 2021 hinaus weitergeht.
Campingplatz-Idylle: Die Camper hoffen, dass es »Auf der Au« auch über 2021 hinaus weitergeht.

Wie geht es weiter mit dem Campinggebiet „Auf der Au“ bei Waldsee? Das könnte sich in den kommenden Tagen entscheiden. Außerdem soll etwas gegen die vielen Einbrüche und Müllablagerungen auf dem Gelände getan werden.

Die GmbH „Naherholung in den Rheinauen“, die das Campinggebiet betreibt und deren Anteile vom Kreis und der Ortsgemeinde Waldsee gehalten werden, hat im April und Mai neue Pachtvertragsentwürfe an die Grundstückseigentümer verschickt. Ein erster Versuch, die fast 150 Parteien, auf deren Land der Campingplatz liegt, zur Unterzeichnung neuer Verträge zu bewegen war gescheitert. Die Eigentümer hätten deutlich geringere Pachtzahlungen als zuvor bekommen. Die neuen Entwürfe enthielten ein leicht verbessertes Angebot. Die GmbH hofft, so genügend Unterschriften zu sammeln, um ein verkleinertes Campinggebiet über das Jahr 2021 hinaus betreiben zu können.

„Die Rücklauffrist der im April versandten neuen Anschlussverträge für die bestehenden Generalpachtverträge mit den privaten Grundstückseigentümern ist Mitte Mai abgelaufen“, informiert Kreis-Sprecherin Kornelia Barnewald auf RHEINPFALZ-Anfrage. „Dennoch treffen immer noch vereinzelt unterzeichnete Verträge ein.“ Ob es nun genügend unterzeichnete Verträge gibt, um ein verkleinertes, aber zusammenhängendes Campinggebiet zu betreiben, diese Frage beantwortet die Kreisverwaltung hingegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Schranke an Zufahrt

„Die Ergebnisse und ein erster Konzeptentwurf für den Weiterbetrieb des Campinggebietes ,Auf der Au’ werden in der nächsten nichtöffentlichen Aufsichtsratssitzung der Naherholung in den Rheinauen GmbH am Donnerstag, 18. Juni, vorgestellt“, teilt Barnewald mit. Die Öffentlichkeit soll erst im Anschluss informiert werden.

Wie berichtet, haben sich die GmbH und die Interessengemeinschaft der Camper verständigt: Demnach soll die GmbH bei einem Weiterbetrieb die Verwaltungstätigkeit übernehmen und für Investitionen in die Infrastruktur zuständig sein, den Betrieb des Campingplatzes vor Ort soll hingegen der Camper-Verein übernehmen.

Wie einem Schreiben der Kreisverwaltung an die Camper zu entnehmen ist, soll demnächst an der Einfahrt zum Hauptweg 3 eine elektronische Schranke aufgestellt werden. Damit soll verschiedenen Problemen begegnet werden: zum Ersten den vielen Einbrüchen, die es immer wieder auf dem Campinggebiet gibt, zum Zweiten der illegalen Müllentsorgung auch durch Nicht-Camper auf dem Gelände und zum Dritten dem wilden Parken entlang der Wege und damit verbunden der eingeschränkten Durchfahrt für Rettungsdienste.

x